Russland schlägt Alarm wegen der Zukunft Europas und warnt eindringlich vor einem „gefährlichen Punkt“.
Russland hat die wachsenden militärischen Ambitionen Europas scharf kritisiert und den westlichen Regierungen vorgeworfen, den Kontinent in größere Instabilität zu treiben. Gleichzeitig warnte Moskau, dass Sanktionen und die fortgesetzte Unterstützung für die Ukraine die globalen wirtschaftlichen und politischen Spannungen zu vertiefen drohten.
Während einer Pressekonferenz erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, dass die öffentliche Besorgnis über die internationale Sicherheit zunehme, während Regierungen ihre Militärausgaben erhöhten und ihre Haltung gegenüber Moskau verschärften.
Sacharowa behauptete, Europas verstärkter Fokus auf Verteidigung schaffe ein gefährlicheres internationales Umfeld.
„Europas Militarisierung bringe die Welt an einen gefährlichen Punkt, während sich die einfachen Leute immer bewusster würden, wie zerbrechlich der Frieden sei“, sagte sie laut TASS.
Sie warf europäischen Staats- und Regierungschefs zudem vor, extremistische Ideologien zu rehabilitieren, indem sie Angriffe auf Zivilisten ignorierten oder herunterspielten, während sie Gruppen schützten, die Russland als neonazistisch einstufe.
Sanktionen könnten Weltwirtschaft treffen
Ein Großteil der Pressekonferenz konzentrierte sich auf die jüngsten westlichen Sanktionen gegen Russland. Sacharowa argumentierte, dass Bemühungen, Russlands Energieexporte einzudämmen – insbesondere während der anhaltenden Spannungen um die Straße von Hormus – nicht nur Moskau betreffen, sondern auch weitreichendere wirtschaftliche Folgen durch höhere Inflation, schwächeres globales Wachstum und zusätzlichen Druck auf Länder hätten, die von importierter Energie, Düngemitteln und Lebensmitteln abhängig seien.
Russland, fügte sie hinzu, bereite Vergeltungsmaßnahmen als Reaktion auf das 21. Sanktionspaket der Europäischen Union vor.
Ukraine, Dänemark und der Westen
Sacharowa sagte, Moskau bleibe offen für diplomatische Vorschläge zur Ukraine, bestehe jedoch darauf, dass frühere Diskussionen geklärt werden müssten, bevor neue Initiativen vorgelegt würden. Sie verurteilte auch die fortgesetzte westliche Militärhilfe für Kiew und warf europäischen Regierungen vor, ukrainische Angriffe auf Zivilisten zu ignorieren, während sie eine weitere Eskalation förderten.
Dänemark wurde während der Pressekonferenz besonders hervorgehoben; Sacharowa wies Kopenhagens Vorwürfe russischer Cyberaktivitäten zurück und behauptete, dänische Behörden schürten antirussische Stimmung, während sie die Cyberfähigkeiten der Ukraine unterstützten.
„Das wahre Motiv hinter solchen Propagandakampagnen sei es, Russophobie und Panik in der Gesellschaft zu schüren, um die feindselige antirussische Politik zu rechtfertigen, die Befugnisse und Budgets relevanter Behörden zu erweitern und natürlich die exorbitanten Ausgaben für die Militarisierung Dänemarks zu rechtfertigen.“