Startseite Krieg Selenskyj: Mehr als vier von zehn russischen Opfern sind Gefallene

Selenskyj: Mehr als vier von zehn russischen Opfern sind Gefallene

Selenskyj: Mehr als vier von zehn russischen Opfern sind Gefallene
Shutterstock

Die Schätzung liegt über anderen Angaben zur Todesrate.

Im Januar 2026 veröffentlichte das Center for Strategic & International Studies (CSIS) einen Bericht mit dem Titel „Russia’s Grinding War in Ukraine“.

Darin schätzten die Analysten, dass Russland zu diesem Zeitpunkt in den vier Kriegsjahren fast 1,2 Millionen Verluste erlitten hatte, wobei schätzungsweise 325.000 dieser Verluste Todesfälle waren.

Ein halbes Jahr ist seit der Veröffentlichung des Berichts vergangen, und der Krieg in der Ukraine wütet weiter. Wie viele Verluste hat Russland also inzwischen erlitten?

Nun, wir können es nicht mit Sicherheit wissen, aber der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die geschätzten russischen Verluste und Todesfälle bekannt gegeben – und sollten sich diese bestätigen, zeigt dies, dass die russische Invasion im Jahr 2026 noch tödlicher geworden ist.

Verheerende menschliche Verluste

In einem neuen Interview mit Fox News berichtete Selenskyj, dass Russland seit Beginn seiner umfassenden Invasion im Februar 2022 rund 1,6 Millionen militärische Verluste erlitten hat.

Davon sind etwa 700.000 russische Soldaten auf dem Schlachtfeld ums Leben gekommen.

Dies liegt deutlich über den jüngsten Schätzungen des CSIS, da das Zentrum Anfang Juli schrieb, dass bis zu 450.000 russische Soldaten getötet worden seien.

Auch die Ukraine erleidet hohe Verluste

Auch die Ukraine hat einen schmerzhaften Preis bezahlt. Selenskyj enthüllte, dass mindestens 50.000 ukrainische Militärangehörige ihr Leben verloren haben, während fast 400.000 im Einsatz verletzt wurden.

Zudem gelten weiterhin zahlreiche ukrainische Soldaten als vermisst.

Die neue Zahl der gefallenen ukrainischen Soldaten ist deutlich niedriger als die 55.000, die Selenskyj im Februar öffentlich mitgeteilt hatte. Er lieferte keine Erklärung für den Unterschied zwischen den beiden Schätzungen, was Beobachter über die Diskrepanz rätseln lässt.

Kampf um die Initiative

Im Interview betonte Selenskyj, dass Moskau es versäumt habe, seine massiven menschlichen Verluste in einen entscheidenden militärischen Erfolg umzuwandeln.

Seiner Ansicht nach fehlt den russischen Streitkräften derzeit der nötige Schwung, um einen Durchbruch zu erzielen. Dieser Mangel besteht, obwohl Moskau aggressive Schritte unternimmt, um seine militärischen Reihen aufzufüllen.

Der russische Staatschef Wladimir Putin unterzeichnete kürzlich ein formelles Dekret, um die aktive Militärstärke um 25.000 Mann zu erhöhen. Diese spezifischen Truppen werden für den Aufbau spezieller militärischer Baueinheiten eingesetzt.