Die brutalsten Einschätzungen kommen nun von russischen Militärbloggern.
Betrachtet man einen Konflikt aus Tausenden von Kilometern Entfernung, kann sich das Bild leicht verzerren.
Einige politische Kommentatoren, die sicher im Westen leben, zeichnen ein glänzendes Bild einer triumphierenden Nation.
Doch die Menschen, die tatsächlich innerhalb der Landesgrenzen leben, erzählen eine ganz andere Geschichte.
Die ausländischen Befürworter
Laut United24Media behaupten weiterhin mehrere ausländische Sender und Internetpersönlichkeiten, Russland zerschmettere seine Feinde und floriere wirtschaftlich.
Der ehemalige amerikanische Waffeninspektor Scott Ritter behauptete kürzlich, der Konflikt sei „stabil und zugunsten Russlands“ gewesen. Der rechte Moderator Tucker Carlson äußerte sich ähnlich zuversichtlich, lachte und sagte dem Publikum: „Ihr werdet Russland besiegen? Viel Glück dabei.“
Der britische Agitator Tommy Robinson besuchte das Land sogar, um die „Schönheit einer zivilisierten Gesellschaft“ zu bewundern.
Diese Stimmen ignorieren völlig die tägliche Realität von Drohnenangriffen, steigenden Steuern und gravierendem Arbeitskräftemangel.
Risse in der Fassade
Schaltet man das russische Staatsfernsehen ein, verstummt der triumphale Ton schnell.
Nachrichtenagenturen wie TASS berichten routinemäßig über erhebliche Treibstoffengpässe und einen massiven Mangel an IT-Fachkräften.
Die Regierung verbirgt die durch ukrainische Angriffe verursachten Schäden nicht länger. Laut U24 Media erklärte ein russischer Vizepremierminister unverblümt: „Wir müssen zugeben, dass es aufgrund der Angriffe Probleme und Engpässe gibt.“
Auch Wirtschaftsführer geraten in Panik, wobei der Manager Robert Nigmatulin öffentlich fragte: „So kann man keine Wirtschaft führen.“
Im Flur schlafen
Selbst die loyalsten Kreml-Sprachrohre verlieren im Live-Fernsehen die Geduld.
Margarita Simonjan, die Chefin von Russia Today, beschwerte sich kürzlich, ihre Familie „schlafe in Korridoren“, um sich vor ankommenden Drohnen zu verstecken.
Ihr Kollege Wladimir Solowjow fuhr eine Lifestyle-Influencerin wütend an, weil sie die Krise ignorierte. Er erinnerte sie: „Vic, wir haben Krieg.“
Solowjow gab sogar im Fernsehen zu, die gesamte Invasion sei ein „riesiger Fehler“ gewesen.
Hardliner prophezeien den Untergang
Die brutalsten Einschätzungen kommen nun von russischen Militärbloggern.
Der inhaftierte Nationalist Igor Strelkow schrieb, das Militär könne ankommende Raketen einfach nicht stoppen. Er warnte seine Anhänger, „die Lage werde sich nur verschlimmern“, wenn die Angriffe zunähmen.
Westliche Fans mögen zwar immer noch einen makellosen Sieg bejubeln, doch die lautesten Stimmen in Moskau bereiten sich bereits auf den Einschlag vor.
Quellen: United24 Media, TASS, Russia Today