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Russische Offiziere sollen eigene Soldaten gefoltert und verstümmelt haben

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Alvago / Shutterstock.com

Kriegsgebiete sind bekannt für ihre harten Bedingungen. Doch die internen Dynamiken einer Armee können sich manchmal als ebenso brutal erweisen wie der Kampf an der Front.

Neue, verstörende Berichte schildern schockierende Misshandlungen, die Truppen durch ihre eigenen befehlshabenden Offiziere erlitten haben, wie Ziarre.com meldet.

Interner Terror

Schockierendes Filmmaterial, das online kursiert, scheint zu zeigen, wie russische Kommandeure ihre eigenen Truppen schwer misshandeln. Laut Ziarre.com zeigen Videoclips, wie Soldaten mit Klebeband an Bäume gefesselt werden und einer gezwungen wird, einen tiefen Graben auszuheben.

Der ukrainische Militärjournalist Jurij Butussow veröffentlichte das Material. Er merkte an, dass es von einer anonymen Quelle stamme, wie die Daily Mail berichtete.

Ein erschreckendes Video zeigt einen Offizier, der einen zitternden Soldaten konfrontiert, dem ein Finger abgeschnitten wurde. Der Offizier wirft ihm den abgetrennten Finger zu.

„Ich glaube, Sie haben um etwas zu trinken gebeten, nicht wahr?“, fragt der Offizier. Dem Bericht zufolge fordert der Kommandeur den verängstigten Soldaten dann auf, „zu trinken“, nachdem er in einen Becher uriniert hat.

Vorwürfe der Grausamkeit

Verstörende Berichte legen nahe, dass diese Misshandlungen innerhalb inoffizieller „Strafbataillone“ der 36. Garde-Motorschützenbrigade stattfanden. Die Truppen waren Schlägen, Elektroschocks und Drohungen ausgesetzt, ohne Munition in den Kampf geschickt zu werden.

Butussow hob die Schwere des Missbrauchs hervor und merkte an: „Die Hälfte von ihnen hat Narben auf dem Rücken.“ Soldaten, die nach Folter verschwanden, wurden in den offiziellen Protokollen als vermisst oder als „Fracht 200“ (Cargo 200) erfasst.

Familienangehörige versuchten, die brutale Behandlung den Behörden zu melden. Brigademitglieder blockierten jedoch, dass diese Beschwerden in der Befehlskette weitergeleitet wurden.

Held oder Schlächter

Die Beschwerden identifizierten einen Kommandeur namens Karaiew, der von einigen Soldaten „der Schlächter“ genannt wurde. Berichte bringen ihn mit Oberst Kurabek Karaiew in Verbindung.

Ihm wird vorgeworfen, Untergebene gezwungen zu haben, „verwundete russische Soldaten zu erledigen und diejenigen zu töten, die sich weigerten, an den Angriffen teilzunehmen.“ Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow ernannte ihn vor neun Monaten zum Helden Russlands.

Wie die Daily Mail anmerkte, können die Aufnahmen und die begleitenden Behauptungen während Kriegszeiten nicht unabhängig überprüft werden. Es bleibt unklar, wann oder wo genau die Aufnahmen stattfanden.

Quellen: Ziarre.com, The Daily Mail