Ein bekanntes Hausmittel sorgt als mögliche Lösung für ein unerwünschtes Problem im Garten für Aufmerksamkeit. Etablierte Empfehlungen legen den Schwerpunkt dagegen auf regelmäßige Pflege und darauf, den Zugang zu leicht erreichbaren Nahrungsquellen zu erschweren.
Ein gewöhnliches Gemüse wird als mögliches Mittel zur Abschreckung von Nagetieren empfohlen, doch die Hinweise lokaler Behörden konzentrieren sich auf konventionellere Maßnahmen rund um Haus und Garten.
Der Daily Express berichtet, dass Epic Gardening und Buzz Boss wegen ihres starken Geruchs Zwiebeln empfehlen. Lorin Mielsen von Epic Gardening erklärte, Ratten „hassen sie“.
Haushalten wird empfohlen, eine Zwiebel in der Nähe eines vermuteten Zugangswegs auszulegen und sie auszutauschen, bevor sie zu faulen beginnt. Auch Knoblauch, der rund um Beete gepflanzt wird, wird als weiteres mögliches Abschreckungsmittel genannt.
Die Medien stellen jedoch nicht fest, dass Zwiebeln einen zuverlässigen Schutz vor Nagetieren bieten. Buzz Boss bringt Zwiebeln zudem mit Allicin in Verbindung, während eine in Frontiers in Plant Science veröffentlichte Studie Isoallicin als eine wichtige, scharf riechende Schwefelverbindung in Zwiebeln behandelt.
Auf Nahrung kommt es vor allem an
Test Valley Borough Council rät Haushalten, verschüttetes Vogelfutter vor Einbruch der Dunkelheit zu beseitigen, anstatt es über Nacht liegen zu lassen, wenn Nagetiere auf Nahrungssuche gehen könnten. Außerdem wird empfohlen, Saatgut nicht direkt auf dem Boden zu verstreuen und Tierfutter in sicher verschlossenen Behältern aufzubewahren.
Wenn bereits Nagetiere auftauchen, empfiehlt die Behörde, die Vogelfütterung vorübergehend einzustellen. Pendle Borough Council rät ebenfalls dazu, die angebotene Menge an Vogelfutter zu begrenzen, verschüttetes Futter zu beseitigen und Futterspender zu verwenden, die herunterfallende Körner auffangen.
Auch Abfälle und Kompost erfordern Aufmerksamkeit. Pendle Borough Council empfiehlt, Müll sicher aufzubewahren, die Vegetation unter Kontrolle zu halten und Öffnungen zu verschließen, durch die Ratten in Gebäude gelangen könnten. Im Freien gelagerte Lebensmittel sollten in Behältern aufbewahrt werden, in die Nagetiere nicht ohne Weiteres eindringen können.
Beim Kompostieren wird unter anderem empfohlen, auf Fleisch- und Milchprodukte zu verzichten und geeignete Küchenabfälle einzugraben. Wenn Nagetiere bereits einen Komposthaufen erreicht haben, sollten Haushalte dort keine weiteren Lebensmittelabfälle mehr entsorgen.
Damit bleiben Zwiebeln ein bekannt gewordenes Hausmittel, das einen Versuch wert sein könnte. Die Empfehlungen der Behörden konzentrieren sich jedoch darauf, vor allem die Nahrungsquellen und Versteckmöglichkeiten zu beseitigen, die Ratten überhaupt erst anlocken.
Quellen: Daily Express, Epic Gardening, Buzz Boss, Test Valley Borough Council, Pendle Borough Council, Frontiers in Plant Science