Eine schonendere Zubereitung auf dem Herd setzt auf Flüssigkeit, aromatische Zutaten und kontrollierte Hitze. Das Ergebnis hängt vor allem von der Dicke der Filets und dem richtigen Timing ab.
Für viele Hobbyköche ist es überraschend leicht, Lachs zu lange zu garen. Schon ein paar zusätzliche Minuten im Backofen, in der Heißluftfritteuse oder in der Pfanne können dazu führen, dass das Fleisch fester und trockener wird als gewünscht. Deshalb können schonendere Garmethoden sinnvoll sein, wenn die Konsistenz im Vordergrund steht.
Eine Alternative ist das Pochieren. Dabei wird der Fisch in einer abgedeckten Pfanne mit einer relativ kleinen Menge Flüssigkeit gegart, anstatt vollständig trockener Hitze ausgesetzt zu sein. Laut dem Daily Express dauert dies etwa fünf bis zwölf Minuten, wobei die Garzeit hauptsächlich von der Dicke der Filets abhängt.
Die Zubereitung beginnt damit, dass aromatische Zutaten unter dem Lachs verteilt werden. Fenchel, Schalotte und Zitrone bilden die Grundlage, während Dill, Salz und Pfeffer zum Würzen des Fisches verwendet werden. Anschließend werden Weißwein und Wasser hinzugefügt, die als Pochierflüssigkeit dienen.
Sobald die Flüssigkeit zu köcheln beginnt, wird die Pfanne abgedeckt und die Hitze reduziert. Anschließend wird der Lachs schonend gegart, bis sich die dickste Stelle mit einer Gabel leicht zerteilen lässt. Für das Rezept werden außerdem Filets mit Haut verwendet. Die Haut bildet eine zusätzliche Schicht zwischen dem empfindlichen Fischfleisch und der von unten kommenden Hitze.
Laut Culinary Institute of America’s CIA Foodies werden Lebensmittel beim flachen Pochieren mit einer kleinen Menge heißer Flüssigkeit sowie mit dem unter dem Deckel eingeschlossenen Dampf gegart. Bei Fisch wie Lachs kann die Flüssigkeit außerdem Aromen von Zutaten wie Wein, Kräutern und anderen aromatischen Zutaten aufnehmen und an den Fisch weitergeben.
Durch diese kontrollierten Bedingungen lässt sich der Garvorgang leichter überwachen als bei höherer, trockenerer Hitze. Statt auf Bräunung oder Rösten kommt es auf gleichmäßiges Garen und darauf an, die dickste Stelle des Filets zu prüfen, bevor der Fisch aus der Pfanne genommen wird.
Die Idee stammt von Hobbyköchen
Der Daily Express stützte seinen Bericht auf Tipps von Adam und Joanne, zwei Hobbyköchen, die regelmäßig Rezepte und praktische Küchentipps im Internet veröffentlichen. Der Zeitung zufolge hat ihr Konto auf TikTok mehr als 200.000 Follower.
Bei ihren Tipps zur Zubereitung von Lachs geht es vor allem darum, eines der häufigsten Probleme zu vermeiden: den Fisch zu lange zu garen, sodass er trocken wird. Joanne empfahl das Pochieren als eine unkompliziertere Alternative für alle, denen es schwerfällt, genau zu beurteilen, wann ein Filet fertig ist:
„Das ist eine unserer liebsten Methoden, Lachs zuzubereiten. Wenn ihr schon einmal Probleme damit hattet, Lachs zu lange zu garen oder wenn er trocken geworden ist, ist Pochieren die Lösung.“
Statt den Lachs zum Schluss bei hoher Temperatur zu garen, bleibt er während der Zubereitung mit Flüssigkeit und aromatischen Zutaten abgedeckt. Joanne führt die Konsistenz des fertigen Fisches auf genau diese langsamere und schonendere Methode zurück.
Sie fügte hinzu: „Der Lachs wird so saftig und zart, dass es fast unmöglich ist, ihn zu lange zu garen. Wir lieben ihn einfach.“
Der Reiz des Rezepts liegt daher weniger in der Verwendung ungewöhnlicher Zutaten als vielmehr darin, die Art der Zubereitung zu verändern. Wein, Wasser und aromatische Zutaten sorgen für Geschmack, doch die abgedeckte Pfanne und die niedrigere Hitze sind entscheidend für das Ergebnis.
Quellen: Daily Express, Culinary Institute of America’s CIA Foodies, TikTok-Video von Adam und Joanne
