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Badenoch knöpft sich Burnham bei der ersten Befragung des Premierministers vor: „Verschwenderischer Gefälligkeitspolitiker“

Andy Burnham
Fred Duval / Shutterstock.com

Kemi Badenoch griff Premierminister Andy Burnham wegen der öffentlichen Ausgaben scharf an.

Die Führerin der Konservativen, Kemi Badenoch, griff Premierminister Andy Burnham bei seiner ersten Befragung des Premierministers am Mittwoch scharf an.

Sie warf dem neuen Premierminister vor, schwierige wirtschaftliche Entscheidungen zu umgehen, und bezeichnete ihn wegen seiner Unwilligkeit, Sozialausgaben zu kürzen, als „verschwenderischen Gefälligkeitspolitiker“.

Die Oppositionsführerin warnte, dass die internationalen Finanzmärkte angesichts der steigenden Staatsverschuldung zunehmend beunruhigt seien.

Sie betonte, dass die Kreditaufnahmekosten stark gestiegen seien, was die Haushalte anfällig für potenzielle Steuererhöhungen oder sprunghaft ansteigende Hypothekenzahlungen mache.

Burnham verteidigte seine Strategie und priorisierte nationale Investitionen gegenüber harten Kürzungen im Sozialbereich.

Er weigerte sich, den Haushalt auf der Stelle auszuarbeiten, und bestand darauf, dass Finanzminister John Healey eine strikte Haushaltsdisziplin wahren werde, wie die Daily Mail berichtet.

Finanzmärkte reagieren

Der Druck auf den globalen Anleihemärkten nimmt rasch zu. Die Renditen für Staatsanleihen stiegen auf Mehrdekadenhochs, angetrieben durch den Nahostkonflikt, anhaltende Inflation und wachsende Sorgen über die heimischen Ausgabenpläne.

Laut Daily Mail äußern auch langjährige Verbündete ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Kurses der Regierung.

Jim O’Neill, ein ehemaliger Minister und Ökonom bei Goldman Sachs, varnte, dass ein Versäumnis, die Märkte zu beruhigen, die britischen Haushalte über höhere Kreditkosten direkt treffen würde.

„Wenn Ihr Land an einem Tag, an dem die Märkte denken: ‚Nun, nein, Sie zeigen keinerlei Anzeichen dafür‘, im Fokus der Frage steht, ‚ob sie eine vernünftige Finanzstrategie vorlegen können‘, werden Sie einen schweren Stand haben“, sagte O’Neill gegenüber LBC und merkte an, dass die Hypothekenzinsen steigen werden, wenn die Marktturbulenzen anhalten.

Ausgleich des Haushalts

Vor dem Haushalt am 28. Oktober schätzen Wirtschaftsexperten, dass die Regierung ein Defizit von 14 Milliarden Pfund entweder durch Ausgabenkürzungen oder Einnahmensteigerungen ausgleichen muss.

Das stellt die Minister vor schwere Entscheidungen zwischen unbeliebten Ausgabenbegrenzungen oder Steuererhöhungen.

Die Ministerin im Kabinettsamt, Sally Jameson, wies die Beunruhigung der Märkte zurück und beharrte darauf, dass die Regierung weiterhin uneingeschränkt einer finanziellen Disziplin verpflichtet sei, während sie gleichzeitig das regionale Wachstum vorantreibe.

Marktanalysten warnen, dass die Volatilität anhalten wird. Angesichts schwankender Energiepreise und steigender globaler Anleiherenditen steht Großbritannien vor einem heiklen Balanceakt zwischen ehrgeizigen politischen Zielen und der hartnäckigen ökonomischen Realität, berichtet die Daily Mail.

Verteidigungsausgaben erhöhen den Druck

Laut The National erstreckt sich das finanzpolitische Dilemma der Regierung über die Sozialausgaben hinaus.

Burnham steht auch wegen der Finanzierung seiner Zusage, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen, unter wachsendem Druck, was eine weitere große Forderung an ein ohnehin angespanntes Budget darstellt.

Die Resolution Foundation hat davor gewarnt, dass das Erreichen von 3,5 % des BIP für Verteidigung bis 2035 zusätzliche jährliche Ausgaben von rund 28 Milliarden Pfund (37,7 Milliarden Dollar) erfordern würde.

Da sich Burnham bei der Befragung des Premierministers weigert, sich zu weiteren Sozialkürzungen oder Steuererhöhungen zu bekennen, steht die Regierung vor einer immer schwierigeren Frage, woher das Geld kommen soll.