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Trump fordert Oberstes Gericht zur Aufhebung von Briefwahl-Blockade auf

Trump fordert Oberstes Gericht zur Aufhebung von Briefwahl-Blockade auf
(180125) -- DAVOS, Jan. 25, 2018 -- U.S. President Donald Trump arrives at the World Economic Forum (WEF) in Davos, Switzerland, on Jan. 25, 2018. The 48th World Economic Forum (WEF) Annual Meeting opened Tuesday in Davos. World Economic Forum/)(zf) SWITZERLAND-DAVOS-WEF ANNUAL MEETING-US-TRUMP GregxBeadle PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Dieser erbitterte Gerichtsstreit kommt zu einem äußerst heiklen Zeitpunkt für Wahlhelfer im ganzen Land.

Die Stimmabgabe per Briefwahl sollte so einfach sein wie das Einwerfen eines versiegelten Umschlags in einen örtlichen Briefkasten.

Millionen amerikanischer Wähler verlassen sich in jeder Wahlsaison auf diese unkomplizierte Routine, um ihre Stimme abzugeben.

Doch wenn sich die offiziellen Regeln hinter dem Postschalter plötzlich ändern, können einfache Gewohnheiten schnell zu Gerichtsstreitigkeiten mit hohen Einsätzen werden.

Dringender Fall vor dem Obersten Gericht

Das Weiße Haus unternimmt einen dringenden rechtlichen Schritt, um die Abwicklung der Briefwahl landesweit zu verändern.

Laut NPR hat die Trump-Regierung das Oberste Gericht offiziell aufgefordert, eine einstweilige Verfügung aufzuheben, die derzeit einen weitreichenden Plan des Postdienstes blockiert.

Ein Bundesrichter in Boston hatte zuvor nach einer Klage wichtige Teile der umstrittenen Politik gestoppt. Regierungsanwälte drängen nun das höchste Gericht des Landes, sofort einzugreifen und die neuen Vorschriften noch vor den Zwischenwahlen im November in Kraft treten zu lassen.

Sollte dies von den Richtern genehmigt werden, würde die überarbeitete Vorschrift des Postdienstes den staatlichen Wahlbehörden strenge neue Anforderungen auferlegen. Lokale Beamte wären gezwungen, vollständige Wählerverzeichnisse, einschließlich vollständiger Namen und Wohnadressen, direkt an die Bundespostbehörden zu übermitteln, bevor sie Stimmzettel versenden.

Die Behörde würde auch spezielle Tracking-Barcodes auf jedem offiziellen Wahlumschlag verlangen. Gemäß den vorgeschlagenen Richtlinien behauptet der Postdienst, er werde Briefwahlunterlagen für jeden Staat nicht zustellen, der diese technischen Anforderungen nicht erfüllt.

Die Zeit drängt

Dieser erbitterte Gerichtsstreit kommt zu einem äußerst heiklen Zeitpunkt für Wahlhelfer im ganzen Land.

North Carolina läutet am Freitag offiziell die Zwischenwahlsaison ein, indem es seine erste Charge von Abwesenheitsstimmzetteln verschickt, wobei Dutzende weiterer Staaten im Laufe des Monats dicht folgen werden.

Befürworter des Wahlrechts und Wahlexperten warnen, dass erzwungene plötzliche betriebliche Änderungen jetzt massive Störungen verursachen würden.

Ein kürzlich veröffentlichter Whistleblower-Bericht enthüllte, dass das neue Datenerfassungsportal der Behörde nicht ordnungsgemäß getestet wurde, was ernsthafte Befürchtungen aufkommen lässt, dass viele Wähler ihre Stimmzettel möglicherweise nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht erhalten.

Die Regierung behauptet, die Anweisungen stammten von einer Exekutivverordnung vom März, die darauf abzielte, Nicht-Bürger vom Abgeben illegaler Stimmen abzuhalten. Erschöpfende Studien zeigen jedoch, dass die Stimmabgabe durch Nicht-Bürger außerordentlich selten ist, und juristische Anfechter argumentieren, dass der Postdienst keine rechtliche Befugnis hat, staatliche Wahlregeln zu kontrollieren.

Während das Oberste Gericht den Eilantrag prüft, bleibt die bundesgerichtliche Anordnung vorerst in vollem Umfang in Kraft. Wahlberechtigte Bürger können weiterhin ihre Briefwahlunterlagen gemäß den üblichen staatlichen Regeln beantragen, erhalten und zurücksenden, während der hochkarätige Rechtsstreit weitergeht.

Quellen: NPR