Die US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner reisten nach einem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau nach Kiew, um sich für eine Wiederaufnahme dreiseitiger Friedensgespräche einzusetzen.
Hochrangige US-Sonderbeauftragte, darunter Steve Witkoff und Jared Kushner, sind am 6. September per Zug in Kiew eingetroffen, wie UNITED24 Media berichtet.
Luftangriffe blockierten Direktflüge in die Ukraine, was die Diplomaten dazu zwang, von Polen aus auf die Schiene auszuweichen.
Bei ihrer Ankunft am Bahnhof wurden die Gesandten von hochrangigen ukrainischen Vertretern empfangen – darunter Kyrylo Budanov aus dem Präsidialamt, sein Stellvertreter Serhii Kyslytsia und der Abgeordnete Davyd Arakhamia.
Diese richtungsweisende Reise markierte den ersten offiziellen Besuch des Teams in der Hauptstadt.
US-Präsident Donald Trump entsandte die Beauftragten, um eingefrorene Kommunikationskanäle wiederzubeleben. Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio halfen dabei, das Duo auf den Weg zu schicken, um die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.
Im Kreml
Dem Besuch in Kiew war nur wenige Stunden zuvor eine intensive Sitzung in Moskau vorausgegangen. Witkoff und Kushner kamen am 5. September für drei Stunden und 10 Minuten mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen, um konkrete Optionen zur Beendigung des Konflikts zu erörtern.
Die Gespräche umfassten breite Ansätze für eine Beilegung sowie die Aussicht auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Washington und Moskau.
Vertreter beider Seiten beschrieben den Dialog als direkt, tiefgehend und außergewöhnlich offen.
„Beziehungen sind entscheidend, wenn es darum geht, solche Konflikte zu lösen“, erklärte Witkoff nach dem Treffen.
Er merkte an, dass er etwa achtmal nach Moskau gereist sei, um Putin persönlich zu treffen, so UNITED24 Media.
Das trilaterale Ziel
US-Diplomaten wollen nun beide Seiten in einem gemeinsamen Format zusammenbringen.
Kushner bestätigte, dass Washington sich mit der Führung in beiden Hauptstädten über eine Wiederaufnahme dreiseitiger Gespräche beraten habe.
„Eine Sache, von der Steve und I wirklich dachten, dass sie produktiv wäre, ist die Rückkehr zum trilateralen Format“, erläuterte Kushner.
„Wir haben mit beiden Parteien gesprochen, und daher werden wir hoffentlich sehr bald Fortschritte in dieser Hinsicht erzielen.“
Eine vorübergehende Aussetzung der Luftangriffe schützte die Sonderbeauftragten während ihrer Mission.
Eine dreitägige Pause russischer Angriffe auf Kiew ab dem 5. September trug zur Sicherheit der Reise bei, wobei die Ukraine im Gegenzug zustimmte, Angriffe in der Nähe wichtiger Verhandlungszonen auszusetzen, berichtet UNITED24 Media.
Noch kein Termin für Gespräche
Trotz des erneuten Vorstoßes aus Washington bleibt der Weg zu offiziellen Friedensgesprächen ungewiss.
Reuters berichtete, dass der Kreml eine Wiederaufnahme trilateraler Gespräche unter Beteiligung Russlands, der Ukraine und der Vereinigten Staaten nach den Besuchen der US-Gesandten in Moskau und Kiew nicht ausschließt.
Allerdings hat sich Moskau noch nicht auf einen genauen Termin oder Ort festgelegt, was verdeutlicht, wie viel Arbeit noch bevorsteht, bevor aus den getrennten diplomatischen Treffen direkte Verhandlungen werden können.
Vorerst hat die amerikanische Mission die Kommunikationskanäle wieder geöffnet – aber eine formelle Rückkehr an den Verhandlungstisch ist nach wie vor keineswegs garantiert.