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Tate-Brüder bleiben in Haft: Sieg für britische Anklage

Andrew Tate, Tristan Tate, brothers
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Andrew und Tristan Tate drohen ernsthafte Haftstrafen sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Rumänien. Ein Richter in Miami stellte sicher, dass sie keine Fluchtmöglichkeit haben.

Zwei Manosphere-Influencer sitzen derzeit in einem Gefängnis in Miami, wo ihnen eine mögliche Haftstrafe im Vereinigten Königreich droht.

Die Brüder und ihr Anwaltsteam kämpfen um die Möglichkeit, gegen Kaution freizukommen und eine Auslieferung an das Vereinigte Königreich zu vermeiden.

Doch die Staatsanwaltschaft im Vereinigten Königreich hat in dem Fall gerade einen massiven Durchbruch erzielt.

Keine Kaution für die Tate-Brüder möglich

Wie Dagens.com gestern berichtete, verweigerte ein Richter in Miami den umstrittenen Influencern Andrew und Tristan Tate, denen im Vereinigten Königreich Vergewaltigung, Körperverletzung und Menschenhandel vorgeworfen werden, die Freilassung gegen Kaution.

Die Brüder besitzen die doppelte Staatsbürgerschaft sowohl der USA als auch des Vereinigten Königreichs.

Laut BBC hatte die britische Botschaft in den USA den zuständigen Richter gebeten, die Tate-Brüder nicht gegen Kaution freizulassen, da sie als „fluchtgefährdet“ gelten und die Wahrscheinlichkeit hoch sei, dass die Tates Zeugen einschüchtern würden.

Wunsch der britischen Staatsanwaltschaft erfüllt

Richterin Lauren Louis stimmte dieser Einschätzung zu. In ihrer Entscheidung stellte Louis fest: „Während [die Brüder] tatsächlich möglicherweise nicht über die extravaganten Besitztümer verfügen, die sie online vorgeben zu besitzen, spiegelt die Aktenlage wider, dass sie eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzen, sich der Gerichtsbarkeit zu entziehen.“

Andererseits argumentierte das Verteidigungsteam der Tate-Brüder, dass sie den Anweisungen der Staatsanwaltschaft bereits nachgekommen seien und keine Fluchtgefahr bestehe.

Sie argumentieren auch, dass ihre Haftbedingungen in den Gefängniszellen eine Freilassung gegen Kaution rechtfertigen sollten. Tristan Tate erklärte gegenüber CBS News, seine Gefängniszelle sei unmenschlich und er habe 6,35 Kilogramm abgenommen.

„Es fängt an, mir auf die Nerven zu gehen, weil ich nicht an meiner Verteidigung mitwirken kann“, sagte er.

Auch die rumänische Regierung beantragt Auslieferung

Nicht nur im Vereinigten Königreich stecken die Brüder in großen Schwierigkeiten. Auch Rumänien hat die Brüder wegen Menschenhandels und Sexualverbrechen angeklagt.

Die Brüder leben seit 2017 dort, und die rumänische Staatsanwaltschaft behauptet in ihren Anklageschriften, dass die Brüder junge Frauen für ihr pornografisches Webcam-Geschäft rekrutiert hätten, in dem sie diese anschließend sexuell ausgebeutet hätten.

Die Staatsanwaltschaft in Rumänien behauptet außerdem, dass einige von ihnen noch Mädchen gewesen seien, manche erst 15 Jahre alt.

Die Tate-Brüder wurden bekannt, weil sie für junge Männer einen Lebensstil propagierten, der von vielen in der Manosphere als toxisch und frauenfeindlich angesehen wird. Innerhalb dieser Online-Communities verbreiteten Andrew und Tristan Tate antifeministische und oft frauenfeindliche Ansichten über Geschlechter, Beziehungen und die Gesellschaft, während sie gleichzeitig ein System zum schnellen Reichwerden versprachen.

Die Brüder haben seitdem argumentiert, sie hätten lediglich eine Rolle gespielt und alles sei nur ein Trick gewesen. Weder die rumänische noch die britische Regierung scheint jedoch der Ansicht zu sein, dass ihre mutmaßlichen Verbrechen lediglich theatralisch waren.