Putin prahlte kürzlich mit dieser wachsenden Beziehung.
Die globale Politik gleicht oft einem heiklen Balanceakt.
Wenn zwei unberechenbare Führer plötzlich enge Freunde werden, beginnen ihre Nachbarn sofort, sich Sorgen zu machen.
Gerade jetzt beobachtet eine Großmacht, wie sich direkt vor ihrer Haustür eine neue Allianz bildet.
Kontrollverlust
Laut Forbes, zitiert von Digi24, sind Beamte in Peking zutiefst besorgt über die wachsende Partnerschaft zwischen Wladimir Putin und Kim Jong-un.
Diese frische Freundschaft droht, die chinesische Kontrolle über die Region zu schwächen. Forbes stellte fest, dass Nordkorea stetig an Selbstvertrauen gewinnt, während russische Unterstützung über die Grenze fließt.
„Der chinesische Führer Xi Jinping ist auch besorgt, dass die wachsenden Beziehungen zwischen Putin und Kim Jong-un seinen Einfluss auf Pjöngjang verringern werden“, berichtete das Magazin.
Milliarden für Waffen
Forbes schätzt, dass Pjöngjang bis zu 14,4 Milliarden US-Dollar durch den Verkauf von Waffen und die Entsendung von Truppen nach Russland verdienen könnte.
Dieses Geld ermöglicht den Erwerb vieler gefährlicher Technologien. Die isolierte Nation könnte bald russische Jet-Triebwerke und Drohnen mit künstlicher Intelligenz in die Hände bekommen.
„Mit Russlands Hilfe beschleunigen sich Nordkoreas Nuklearprogramm und seine Weltraumfähigkeiten, was Kim Jong-un ermutigt“, so Forbes.
Der andauernde Konflikt in der Ukraine dient im Grunde als Live-Testgelände für nordkoreanische Raketen. Ihre Truppen sammeln zudem an den Frontlinien echte moderne Kampferfahrung.
Verschiebung des Gleichgewichts
All dieses militärische Wachstum bereitet China große Kopfschmerzen. Peking bevorzugt einen ruhigen Nachbarn, keinen unberechenbaren.
Ein kühneres Nordkorea könnte eine heftige Reaktion anderer regionaler Mächte hervorrufen. Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung könnten Südkorea, Japan und die Vereinigten Staaten schnell beschließen, ihre gemeinsamen Sicherheitsoperationen zu verstärken. Tokio und Seoul könnten sogar damit beginnen, eigene Nuklearwaffen zu entwickeln, um sich zu schützen.
Die Zahlen zeigen genau, wo Pjöngjang nach Hilfe sucht. In den letzten anderthalb Jahren hielten russische und nordkoreanische Beamte 23 hochrangige Treffen ab, während chinesische Führer sie nur achtmal trafen.
Ein unberechenbarer Nachbar
Putin prahlte kürzlich mit dieser wachsenden Beziehung. Erst letzten Monat kündigte der russische Präsident an, dass beide Länder ihre Bemühungen in allen Bereichen koordinieren, um die regionale Sicherheit zu gewährleisten.
Doch für die chinesische Regierung schafft dies große Probleme. Die historische Beziehung zwischen Peking und Pjöngjang war immer von viel stiller Spannung geprägt.
„Während Moskau seine militärischen und strategischen Beziehungen zu Pjöngjang vertieft, riskiert Peking, einen Teil seines Einflusses auf Nordkorea zu verlieren und gleichzeitig einen unberechenbareren Nachbarn vor der Haustür zu haben“, fasste Forbes zusammen.
Quellen: Digi24, Forbes