Startseite Krieg Kim Jong Un sendet Putin „heilige Kriegsbotschaft“ und verspricht Unterstützung

Kim Jong Un sendet Putin „heilige Kriegsbotschaft“ und verspricht Unterstützung

Kim Jong-un and Vladimir Putin
Alexei Nikolsky / Wikimedia Commons

Freundschaften auf der globalen Bühne können sich blitzschnell ändern. Wenn zwei isolierte Staatschefs plötzlich eine enge Bindung eingehen, muss der Rest der Welt aufmerksam werden. Derzeit verschiebt ein boomender Handel mit Waffen und Truppen das Machtgleichgewicht, und ein riesiger Nachbar beobachtet dies mit tiefem Unbehagen.

Die diplomatische Romanze zwischen Moskau und Pjöngjang hat einen neuen Meilenstein erreicht. Laut Reuters versprach der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un am Dienstag, die Zusammenarbeit mit Russland „auszuweiten und zu vertiefen“.

Dieses Versprechen übermittelte er direkt in einer Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Kim bekräftigte ihr gemeinsames Bündnis und unterstützte die laufende Militärkampagne in der Ukraine.

Er erklärte seine Überzeugung, dass Russland den Konflikt gewinnen werde. Kim beschrieb die Invasion als einen „heiligen Krieg zur Verteidigung der Sicherheitsinteressen des Landes und der internationalen Gerechtigkeit“, berichtet Reuters.

Der nordkoreanische Machthaber versprach zudem seine „unveränderliche Unterstützung“ für Putin und dessen Bürger und verschärfte damit seine Rhetorik als Antwort auf einen kürzlich erhaltenen Brief aus Moskau.

Geld und Kampf

Warme Worte verbergen oft massive kommerzielle Realitäten. Das russische Militär verbrennt monatlich enorme Summen und verliert Tausende von Soldaten, wie Forbes feststellte.

Um diese Lücken zu schließen, wandte sich Moskau an seinen Nachbarn, um ernsthafte Hilfe zu erhalten. Geheimdienstmitarbeiter in Seoul glauben, dass Pjöngjang seit Oktober 2024 über 16.000 Kämpfer über die Grenze entsandt hat.

Diese Entsendungen gehen einher mit massiven Lieferungen von Artilleriegranaten und Raketen, die dem nordkoreanischen Regime dringend benötigte Milliarden von US-Dollar an Einnahmen einbringen.

Pjöngjang erhält im Gegenzug etwas äußerst Wertvolles. Die isolierte Nation erhält Zugang zu fortschrittlicher russischer Militärtechnologie, einschließlich moderner Systeme für U-Boote und Drohnen.

Der beobachtende Gigant

Dieser intensive Handel hat die Aufmerksamkeit Pekings auf sich gezogen. Die chinesische Führung befürchtet, dass ein stärkeres, reicheres Nordkorea ernsthafte Instabilität in die Region bringen wird.

Hinter den Kulissen haben sich russische und nordkoreanische Beamte in den letzten anderthalb Jahren häufig getroffen. Tatsächlich hob Forbes hervor, dass diese hochrangigen Besuche die Treffen zwischen China und Nordkorea um fast das Dreifache übertreffen.

Traditionell bevorzugt Peking, dass sein kleinerer Nachbar ruhig und vollständig abhängig bleibt. Nun befürchten chinesische Beamte, dass Kim mit russischer Technologie in seinem Arsenal viel mutiger agieren wird.

Die chinesische Öffentlichkeit scheint diese Zweifel zu teilen. Während Nutzer sozialer Medien in China Russland offen unterstützen, betrachten viele Nordkorea eher als undankbare Last denn als wahren Freund.

Quellen: Reuters, Forbes