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Erst Macklemore: Jetzt steigen alle Vorbands und Gastmusiker aus Ed Sheerans Tour aus

Ed Sheeran
yakub88 / Shutterstock.com

Seinen Lieblingskünstlern in den sozialen Medien zu folgen und großartige Konzerte zu besuchen, ist für Millionen von Musikliebhabern weltweit eine Selbstverständlichkeit.

Fans bauen starke Bindungen zu Stars auf und erwarten oft, dass diese in schwierigen Fragen Stellung beziehen.

Wenn politische Spannungen und Weltereignisse mit der kommerziellen Musikbranche kollidieren, können die Reaktionen sowohl schnell als auch heftig ausfallen.

Die Schwelle dessen, was Follower akzeptieren, ist in der digitalen Landschaft immer niedriger geworden.

Nun tobt ein heftiger Sturm um den britischen Weltstar Ed Sheeran nach einem schwelenden Konflikt.

Über hunderttausend Follower sind dem Instagram-Konto des Sängers in kurzer Zeit entfolgt, wie das Medium LADbible berichtet.

Hintergrund ist, dass der amerikanische Rapper Macklemore nach einer Äußerung zur Situation in Palästina plötzlich von der laufenden Welttournee des Künstlers gestrichen wurde.

Abgänge von Künstlerkollegen

Macklemore behauptete, dass die jeweiligen Arena-Besitzer ein Ultimatum gestellt hätten, das ihn von der Bühne zwang.

Ed Sheeran veröffentlichte schnell eine eigene Erklärung, um dem wachsenden Sturm der Kritik im Netz entgegenzuwirken.

„Dass Macklemore die Tournee verlassen hat, war die Entscheidung des Veranstalters, nicht meine. Macklemores Vertrag für die Tournee bestand mit dem Veranstalter, nicht mit mir“, sagte Ed Sheeran in seiner Erklärung.

Die Erklärung hat die Welle der Empörung jedoch nicht gedämpft. Mehrere Vorgruppen haben aus Protest und in Solidarität mit dem gestrichenen Rapper beschlossen, die Tournee komplett zu verlassen.

Der irische Sänger Aaron Rowe war einer der Ersten, der das Handtuch warf.

Der Sturm der Kritik wächst schnell

Kurz darauf gaben auch der amerikanische Produzent Finneas sowie die Gruppe Beoga bekannt, dass sie ihre Auftritte absagten.

Auch die dänische Band Lukas Graham entschied sich nach der Nachricht, das Line-up zu verlassen.

„Wir sollten über Krieg sprechen können, über getötete Zivilisten, über Kinder, die es verdienen, aufzuwachsen. Wo auch immer sie leben. Welche Flagge auch immer über ihnen weht“, schrieb Lukas Graham auf Instagram.

Die Abgänge setzen die Tourneeorganisation stark unter Druck, während weiterhin wütende Kommentare auf den Profilen des Stars eingehen.