Startseite Politik USA genehmigen „Sanktionen aus der Hölle“ – Kreml reagiert

USA genehmigen „Sanktionen aus der Hölle“ – Kreml reagiert

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Der Gesetzentwurf ermächtigt Präsident Trump, Zölle von bis zu 100 % gegen Länder zu erheben, die russische Energieprodukte kaufen.

Das US-Repräsentantenhaus hat am 16. September ein umfassendes Sanktionspaket gegen Moskau und Teheran verabschiedet, wie Reuters berichtete.

Die Maßnahme, die als „Sanktionen aus der Hölle“ bezeichnet wurde, passierte das Repräsentantenhaus mit 262 zu 159 Stimmen. Es wird erwartet, dass Präsident Trump den Gesetzentwurf in den kommenden Tagen prüfen und unterzeichnen wird.

Das Paket ermächtigt den Präsidenten, Zölle von bis zu 100 % gegen Länder zu erheben, die weiterhin russische Energieprodukte kaufen. Dies könnte Länder wie Indien und China treffen.

Es zielt auch auf russische Militärführer, ausländische Lieferanten und Schiffe der Schattenflotte ab. Exportkontrollen für Güter, die zur Waffenherstellung verwendet werden, sollen unter dem neuen Gesetz verschärft werden.

Gegenwind in Moskau

In Moskau verfolgten die Verantwortlichen die Entwicklungen genau.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Gesetzgebung als „unfreundlich“ und warnte, dass zusätzliche Sanktionen „die Bemühungen um eine friedliche Lösung in der Ukraine sicherlich erschweren würden“, so The Moscow Times.

Peskow räumte auch ein, dass die Maßnahme „höllische Sanktionen“ gegen Russland enthalte.

Hinter den Kulissen

Der Gesetzentwurf tauchte erstmals im April 2025 auf, als Senator Graham sich mit dem demokratischen Senator Richard Blumenthal zusammentat. Ihr ursprünglicher Vorschlag sah einen Zoll von 500 % auf Nationen vor, die russisches Öl kaufen.

Diese Idee stieß im Weißen Haus auf Widerstand. Das Wall Street Journal berichtete im Juni 2025, dass Beamte Graham stillschweigend dazu drängten, die Bestimmungen abzumildern, während Politico voraussagte, dass der Vorschlag größere Änderungen erfahren würde.

Monatelange Verhandlungen zahlten sich bei einem Besuch in Kiew im Juli 2026 aus. Graham gab auf einer Pressekonferenz bekannt, dass er eine wegweisende Einigung mit dem Weißen Haus über ein überarbeitetes Paket erzielt habe.

Nur wenige Tage später verstarb der Senator plötzlich. Reuters berichtete, dass Präsident Trump die Kongressführung ermächtigt hatte, die Abstimmung kurz vor Grahams Tod anzusetzen.