Startseite KI KI-Modell revolutioniert Essenslieferung: Heißes Essen pünktlich und effizient

KI-Modell revolutioniert Essenslieferung: Heißes Essen pünktlich und effizient

Pizza delivery
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Wenn der Hunger nach einem langen Tag zuschlägt, kann das Warten auf das Abendessen endlos erscheinen. Man schaut auf die Uhr und hofft, dass das Essen ankommt, bevor die Wärme aus der Box entweicht. Bald könnte die Berechnung hinter dieser Reise ganz anders aussehen.

Ein Forschungsteam in Dänemark will die Logistik von Essenslieferungen verbessern und hat dafür ein neues Modell künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt. Ziel ist es, Speisen mit weniger Aufwand an die Haustür zu bringen. Das System geht über bloße Schnelligkeit oder niedrigste Kosten hinaus.

Stattdessen betrachtet es das Gesamtbild der Kurierbewegungen in einer Stadt. „Das Entscheidende ist, dass das Modell nicht nur versucht, Lieferungen so schnell oder billig wie möglich zu gestalten“, sagte Yihua Wang von der Süddänischen Universität gegenüber TV 2. „Es wägt mehrere konkurrierende Überlegungen ab und findet ein Gleichgewicht zwischen effizienten Routen, pünktlichen Lieferungen und der verfügbaren Kurierkapazität“, erklärte sie.

Im großen Maßstab getestet

Das Team veröffentlichte seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Transportation Science. Um die Funktionsweise des Konzepts zu beweisen, wurden die Zahlen in großem Maßstab analysiert. Dabei wurden 650.000 Bestellungen von Meituan, einer großen Lieferplattform in China, ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Steigerung der Effizienz. Das Modell benötigte bis zu sechs Prozent weniger Kuriere pro Bestellung. Dennoch wurden mehr als 95 Prozent dieser Mahlzeiten exakt pünktlich geliefert.

Die KI fand auch clevere Wege, Fahrten zu bündeln. Sie gruppierte bis zu 24 Prozent der Bestellungen, was die Standardpraxis der Plattform deutlich übertraf.

Suche nach lokalen Partnern

Die Technologie existiert bereits, wird aber noch von keiner Liefer-App genutzt. Das Team hofft, dies bald ändern zu können. „Der nächste Schritt wird eine enge Zusammenarbeit mit einer Lieferplattform sein, damit das Modell in deren System integriert und unter realen Betriebsbedingungen getestet werden kann“, so Wang.

Sie verwies dabei explizit auf einen bestimmten großen Akteur auf dem dänischen Liefermarkt: „Es wäre für uns sicherlich sehr interessant, mit Wolt zusammenzuarbeiten.“

Eine offene Tür

Das Lieferunternehmen scheint einer Partnerschaft offen gegenüberzustehen. Jacob Schmidt Bollerup, ein Regionalmanager von Wolt, äußerte sich zu dem Projekt: „Wir sind immer daran interessiert, mit Initiativen zusammenzuarbeiten, die uns effizienter und besser machen können.“

Er merkte an, dass Wolt bereits Algorithmen zur Verwaltung seiner Kuriere einsetze. Dennoch glauben die Universitätsforscher, dass ihr Modell etwas völlig Neues bietet. „Es gibt noch ein sehr großes Entwicklungspotenzial, und unser Modell ist einzigartig“, sagte Wang gegenüber TV 2.

Quellen: TV 2, Transportation Science