Startseite Nachrichten Venezuela: Milliardenschwerer Goldtransfer nach New York rückt näher

Venezuela: Milliardenschwerer Goldtransfer nach New York rückt näher

Venezuela: Milliardenschwerer Goldtransfer nach New York rückt näher
Giongi / Shutterstock.com

Die Interimsregierung in Venezuela dürfte das Gold nicht sofort verkaufen.

Die venezolanische Regierung steht kurz vor einem wegweisenden Abkommen.

Laut einem Bericht der Financial Times beabsichtigt das Land, Goldreserven im Wert von 4 Milliarden US-Dollar über den Atlantik von London nach New York zu verschiffen.

Goldtransfer über den Atlantik

Der Plan sieht vor, das Gold von der Bank of England in London direkt zur Federal Reserve Bank of New York zu verlagern.

Gemäß dem Vorschlag erhält die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez die rechtliche Kontrolle über das Gold. Ihre Regierung kann das Edelmetall jedoch nicht sofort verkaufen.

Stattdessen planen die Verantwortlichen, das Gold als Sicherheit für neue Kredite zu verpfänden. Sie hoffen, damit den Wiederaufbau nach den beiden Erdbeben im Juni, die das Land verwüsteten, voranzutreiben.

Anstehende Rechtsstreitigkeiten

Britische Richter müssen einem solchen Transfer zunächst zustimmen. Die Bank of England erklärte, sie könne das Gold ohne Gerichtsbeschluss nicht bewegen.

„Dies erfordert, dass die in den Fall involvierten Parteien das britische Gericht anrufen, um den Streit beizulegen“, erläuterte die Bank of England.

Britische Diplomaten betonen derweil, dass sie sich aus dem Gerichtssaal heraushalten. Ein Sprecher des Außenministeriums bestätigte, die Regierung sei „keine Partei in dem Rechtsstreit, der klären soll, wer die Kontrolle über das in der Bank of England gehaltene venezolanische Gold haben sollte“.

Der Sprecher fügte hinzu, dass britische Gerichte unabhängig von Politikern agierten.

Tiefe diplomatische Wurzeln

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela haben sich verbessert, seit Trump im Januar Spezialkräfte nach Venezuela beorderte, um den damaligen Präsidenten Nicolás Maduro zu entführen und ihn in New York wegen Drogendelikten inhaftieren zu lassen.

Seitdem haben die beiden Länder vereinbart, die diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen und eine „neue Phase des konstruktiven Dialogs, basierend auf gegenseitigem Respekt“, zu beginnen, wie die neue venezolanische Regierung laut BBC in einer Erklärung mitteilte.

Auch nachdem US-Truppen Maduro im Januar gefangen genommen hatten, blieb das Gold eingefroren. Delcy Rodríguez schrieb direkt an König Charles, doch die Anfrage blieb erfolglos.

Unterdessen kündigte Trump an, dass die USA in einem wegweisenden Abkommen mehr als 65 Millionen Barrel Öl aus dem südamerikanischen Land gesichert hätten.