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Meta baut massive Unterseekabelnetze zur Unterstützung künstlicher Intelligenz

Mark Zuckerberg
FotoField / Shutterstock

Meta baut weltweit ein umfangreiches Netz massiver Unterseekabel auf, um seine wachsende Infrastruktur für künstliche Intelligenz zu unterstützen.

Meta baut seine Infrastruktur aus, indem es ein massives Unterseekabelnetz auf dem Meeresboden errichtet. Laut Fortune kündigte das Unternehmen kürzlich ein neues Projekt namens Petal an, um die Vereinigten Staaten und Frankreich zu verbinden. Dieses rund 4.300 Meilen lange Unterseekabel soll 2029 in Betrieb gehen.

Das Petal-Kabel wird das erste sein, das Kapazitäten im Petabit-Bereich über einen Ozean hinweg liefert. Es wird ein Petabit pro Sekunde übertragen und damit die Datenübertragungsgrenzen derzeitiger transozeanischer Kabel verdoppeln. Meta erreicht diese massive Kapazität durch den Einsatz von Zwei-Kern-Glasfasern, um zwei Lichtpfade in jeden Strang einzupassen.

Diese spezifische Ingenieurmethode ermöglicht es dem Unternehmen, die Kapazität zu verdoppeln, ohne den Stromverbrauch oder die physische Infrastruktur proportional zu erhöhen. Die resultierende Netzwerkkapazität bietet genügend Datenkapazität, damit drei Viertel der Weltbevölkerung gleichzeitig Musik streamen können. Diese massiven Infrastrukturprojekte bleiben essenziell für den Betrieb fortschrittlicher Modelle der künstlichen Intelligenz und weitverbreiteter Verbraucheranwendungen.

Integration künstlicher Intelligenz und globale Reichweite

Meta hat kürzlich einen persönlichen Agenten für künstliche Intelligenz namens Muse auf den Markt gebracht, der schnell die Verbraucher-App-Charts dominierte. Der digitale Assistent überholte ChatGPT und erreichte innerhalb von zwei Wochen den ersten Platz im US-amerikanischen App Store. Die zugrunde liegenden Modelle, die diese Software antreiben, sind darauf angewiesen, enorme Datenmengen zwischen globalen Rechenzentren zu bewegen.

Das Technologieunternehmen hat seine Präsenz auf dem Meeresboden im letzten Jahrzehnt mit mehr als 20 Unterseeprojekten stetig ausgebaut. Diese kombinierten Unterwasser-Infrastrukturnetze berühren derzeit sechs der sieben Kontinente auf der ganzen Welt. Das hochambitionierte Projekt Waterworth wird sich schließlich über mehr als 31.000 Meilen erstrecken, um fünf verschiedene Kontinente zu verbinden.

Ingenieure werden bestimmte Abschnitte des Waterworth-Systems mehr als vier Meilen unter der Meeresoberfläche verlegen. Diese extreme Tiefe schützt die wertvolle technologische Infrastruktur vor Schiffsankern und anderen maritimen Gefahren. Darüber hinaus führt der fertiggestellte Kern des afrikanischen Netzwerksystems derzeit um den Kontinent herum, um drei Milliarden Menschen zu erreichen.

Partnerschaften und finanzielle Investitionen

Meta arbeitet häufig mit internationalen Telekommunikationsunternehmen und direkten technologischen Rivalen zusammen, um diese massiven Infrastrukturinitiativen zu realisieren. Das Unternehmen hat sich mit japanischen Firmen und einem französischen Telekommunikationsanbieter zusammengetan, um das Petal-Netzwerk zu entwickeln. Meta besitzt außerdem gemeinsam mit dem Rivalen Microsoft ein fertiggestelltes transozeanisches Kabel zwischen Virginia und Spanien.

Trotz dieser historischen Partnerschaften übernimmt Meta zunehmend das Alleineigentum an seinen neuen Unterwasserprojekten. Branchenanalysten stellen fest, dass Waterworth erst das dritte Kabel sein wird, das sich vollständig im Besitz des Technologiegiganten befindet. Diese proprietären globalen Netzwerke erfordern massive finanzielle Investitionen in Milliardenhöhe.

Berichten zufolge könnte das Waterworth-Projekt allein das Unternehmen mehr als 10 Milliarden Dollar kosten. Unterseekabel machen jedoch nur einen kleinen Teil des gesamten Infrastrukturbudgets des Konzerns aus. Meta rechnet damit, dass seine Gesamtkapitalausgaben allein in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar erreichen werden.