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Litauische Führungskräfte erhöhen den Druck auf Sicherheitsdienste, da Schmuggelballons nun auch die russische Grenze erreichen

Lithuanian military, soldiers, Litauen
Bumble Dee / Shutterstock.com

Litauische Abgeordnete erhöhen den Druck auf die Sicherheitschefs, da der ballongestützte Schmuggel bis zur russischen Grenze ausweitet.

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Wachsende Frustration im litauischen Parlament verändert die nationale Debatte über Schmuggel, da hochrangige Beamte zunehmend Forderungen nach schnelleren Ergebnissen und schärferen Maßnahmen ausgesetzt sind.

Politische Führungspersonen warnten, dass die Geduld der Bevölkerung schwindet, während Sicherheitsbehörden immer einfallsreicheren kriminellen Netzwerken gegenüberstehen.

Wachsende politische Spannungen

Wie Lrytas berichtet, lud die Sozialdemokratische Partei (LSDP) in dieser Woche Polizeikommissar General Arūnas Paulauskas und den Kommandeur des Grenzschutzdienstes (SBS), Rustamas Liubajevas, zu einer Unterrichtung in den Seimas ein, die von Sorgen über die Ballon-Schmuggelkrise dominiert wurde.

LSDP-Vorsitzender Mindaugas Sinkevičius warnte, die Bürger seien zunehmend verunsichert angesichts von Störungen im Flugverkehr und wiederkehrenden abendlichen Meldungen über Ballonvorfälle.

Er sagte den Beamten, die Menschen „fehlten diese Geduld oder sie seien von solcher Hilflosigkeit überwältigt“ und forderte die Sicherheitsbehörden auf zu erklären, welche zusätzlichen Mittel — finanziell, technologisch oder personell — nötig seien, um den Schwarzmarkt in Litauen wirksam auszutrocknen.

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Der Parteivorsitzende ergänzte, die Öffentlichkeit benötige glaubwürdige Zusicherungen, dass die Ermittlungen vorankommen.

Mit Blick auf die bevorstehende Reisesaison sagte er, die Menschen „wüssten nicht mehr, was sie planen oder erwarten sollen“.

Appelle der Strafverfolgungsbehörden

Paulauskas verwies laut Lrytas auf bedeutende Erfolge in diesem Jahr. Die Polizei habe fast 5,5 Millionen Packungen illegaler Zigaretten sichergestellt — ein Rekord — und innerhalb der EU neu errichtete illegale Fabriken entdeckt, darunter eine, die im Frühjahr im Bezirk Kaunas zerschlagen wurde.

Zu den Ballonoperationen sagte er, die Behörden hätten es mit organisierten Gruppen zu tun, die hochentwickelte Verschleierungstaktiken nutzen.

Die Beweisführung sei „äußerst kompliziert, schwierig und langfristig“, und er bat die Öffentlichkeit, nicht mit „sehr schnellen, plötzlichen Ergebnissen“ zu rechnen, wenn die Staatsanwaltschaft wasserdichte Verurteilungen erreichen solle.

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Liubajevas appellierte ebenfalls an die Abgeordneten und bat um Unterstützung für die vom Innenminister vorgeschlagenen Reformen zur Stärkung der zivilrechtlichen Vermögensabschöpfung. Er betonte, dass zusätzliches Personal dringend notwendig sei, da der Druck an der Grenze weiter steige.

Ausweitende Schmuggelrouten

Erst nachdem die politischen Sorgen adressiert waren, skizzierte der SBS die sich verändernde Sicherheitslage. Wie Lrytas berichtet, erklärte Liubajevas, dass Schmuggelballons inzwischen nicht mehr nur aus Belarus — dem bisherigen Hauptweg — einträfen, sondern auch aus der russischen Exklave Kaliningrad.

Er sagte, an einem einzigen jüngsten Tag sei ein großer Ballonverbund in Richtung Lettland abgetrieben, wo Polizei und Grenzschutz sowohl die Schmuggelware als auch die Abholer festgenommen hätten.

Der Kommandeur warnte, diese Entwicklungen zeigten, wie Nachbarregime ihre Taktiken anpassten, um Druck auf Litauen auszuüben.

Quelle: Lrytas

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