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Trump vollzieht Kehrtwende gegenüber Putin nach CIA-Briefing

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Präsident Donald Trump hat seine öffentliche Haltung gegenüber Wladimir Putin erneut geändert.

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Der Kurswechsel folgte auf ein vertrauliches Geheimdienstbriefing, das eine Behauptung des Kremlchefs zu einem heiklen diplomatischen Zeitpunkt infrage stellte.

Der Vorfall hat neue Unsicherheit in die ohnehin fragilen Bemühungen gebracht, einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln.

Behauptung und Reaktion

Die Kontroverse begann, nachdem Putin Trump während eines Telefonats am 29. Dezember mitgeteilt hatte, die Ukraine habe einen groß angelegten Drohnenangriff auf eine seiner Residenzen in der russischen Region Nowgorod gestartet.

Später am selben Tag reagierte Trump bei einem Auftritt in Mar-a-Lago an der Seite des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu verärgert.

„I am very angry about the claim. This is not the right time“, sagte er vor Reportern. Er fügte hinzu: „It’s another thing to attack his house.“

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Zu diesem Zeitpunkt erklärte Trump, die Anschuldigung könne erfunden sein, schien Putins Darstellung jedoch zunächst Gewicht beizumessen.

Öffentliche Kehrtwende

Innerhalb weniger Tage signalisierte Trump einen deutlichen Tonwechsel. Seine jüngste öffentliche Stellungnahme erfolgte über Truth Social, wo er einen Leitartikel der New York Post mit dem Titel „Putin ‚attack‘ bluster shows Russia is the one standing in the way of peace“ teilte.

Der Meinungsbeitrag warf Moskau vor, den Vorfall erfunden zu haben, um die Diplomatie zu sabotieren.

Das Weiterverbreiten des Artikels markierte eine klare Abkehr von Trumps früheren Äußerungen und deutete auf wachsende Skepsis gegenüber der Darstellung des Kremls hin.

Der Kurswechsel erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem von den USA geführte Gespräche zur Beendigung des Krieges weiterhin festgefahren waren.

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CIA-Einschätzung

Nach Angaben von US-Vertretern folgte die Kehrtwende auf ein Briefing von CIA-Direktor John Ratcliffe am 31. Dezember.

Die Einschätzung kam zu dem Schluss, dass es keine Beweise dafür gebe, dass ukrainische Streitkräfte Putins Residenz ins Visier genommen hätten.

Stattdessen habe der US-Geheimdienst festgestellt, dass die Drohnen auf eine nahegelegene militärische Einrichtung zielten, die bereits zuvor angegriffen worden sei.

Es habe keinerlei Hinweise auf einen Versuch gegeben, persönliches Eigentum anzugreifen, so die Vertreter.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies den Vorwurf entschieden zurück und erklärte: „The claim is a complete fabrication.“

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Konkurrierende Darstellungen

Russische Behörden erklärten, sie hätten 91 Drohnen abgefangen, und veröffentlichten Videos abgeschossener Fluggeräte, legten jedoch keinen Beweis für einen Zusammenhang mit Putins Wohnsitz vor. Laut Reuters meldete Moskau weder Opfer noch Schäden.

Der Streit entfaltete sich vor dem Hintergrund zunehmender Drohnenangriffe auf beiden Seiten.

Am 31. Dezember behauptete der von Russland eingesetzte Gouverneur der Region Cherson, Wladimir Saldo, ukrainische Drohnen hätten ein Café und ein Hotel im besetzten Dorf Chorly getroffen.

In einem Beitrag auf Telegram schrieb er: „Last night, the enemy carried out a deliberate drone strike on a venue where civilians were celebrating the New Year.“

Ukrainische Behörden bestätigten die Darstellung nicht, eine unabhängige Überprüfung steht weiterhin aus.

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Quellen: Reuters, CIA-Briefing, New York Post, ukrainische Präsidialverwaltung, Telegram, Express