Neue Geheimdienstwarnungen aus Israel schüren Sorgen um die Stabilität der neuen syrischen Führung.
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Regionale Spannungen nehmen erneut zu, auch wenn hinter den Kulissen offenbar stille diplomatische Kontakte laufen.
Israelische Vertreter sagen, die Bedrohung gehe über Rhetorik hinaus und stelle ein unmittelbares Sicherheitsrisiko dar.
Geheimdienstwarnung
Iran arbeitet mit feindlichen Akteuren zusammen, um den syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa zu ermorden, haben israelische Militärquellen gewarnt, wie die Jerusalem Post berichtet.
Den Quellen zufolge deuten Geheimdienstanalysen darauf hin, dass Sharaa glaubwürdigen Bedrohungen ausgesetzt ist, was ihn zwingt, erhebliche Anstrengungen in den persönlichen Schutz und die Stabilisierung seines Regimes zu investieren.
Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund jüngster Kontakte zwischen Israel und Syrien und nährt die Sorge, dass regionale Rivalitäten eher zunehmen als abklingen.
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Lehren aus dem 7. Oktober
Israelische Verteidigungsinstitutionen sagen, die Erkenntnisse müssten im Lichte der Lehren aus den Angriffen vom 7. Oktober betrachtet werden.
Laut der Jerusalem Post argumentieren israelische Vertreter, diese Lehren rechtfertigten die Aufrechterhaltung einer Präsenz der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte auf syrischem Gebiet.
Diese Präsenz werde vom Sicherheitsestablishment als „primärer Schutzschild“ für israelische Gemeinden entlang der syrischen Grenze beschrieben.
Keine Abzugsbereitschaft
Das israelische Medium Walla berichtete, dass in den vergangenen Monaten mehrere hochrangige Gespräche unter Verteidigungsminister Israel Katz stattgefunden haben.
An den Beratungen nahmen führende Vertreter aus Verteidigung und Militär teil, im Fokus stand Israels Haltung in Syrien.
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Am Ende einigten sich die Verteidigungsinstitutionen darauf, dass es keinen Rückzug aus syrischem Gebiet oder aus der Region des Hermon geben solle, so Walla.
Eine hochrangige Quelle der IDF sagte dem Medium, die Armeespitze unterstütze die Position von Katz.
Drei Einsatzgebiete
Die israelische Regierungspolitik teilt die Aktivitäten der IDF in Syrien in drei operative Zonen ein, wie aus dem Bericht unter Berufung auf IDF-Quellen hervorgeht.
Die erste ist die Sicherheitszone entlang der Kontaktlinie an der internationalen israelisch-syrischen Grenze, in der Truppen eingesetzt werden, um nahegelegene israelische Gemeinden und das Landesinnere zu schützen.
Das zweite Gebiet erstreckt sich etwa 15 Kilometer in syrisches Territorium hinein und umfasst Dörfer, Städte und Verkehrswege.
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In dieser Zone versucht die IDF, das Eindringen und die Verfestigung von Milizen und terroristischer Infrastruktur zu verhindern.
Einflusszone
Das dritte Gebiet wird als Einflusszone beschrieben, die sich von Süd-Sweida bis an die Stadtränder von Damaskus erstreckt.
Diese Zone gilt als entmilitarisiert. Israel überwacht dort die Entwicklungen, um zu verhindern, dass feindliche Elemente eindringen, moderne Waffen eingeführt oder Militärbasen errichtet werden.
Israelische Vertreter sagen, der mutmaßliche iranische Anschlag auf Sharaa unterstreiche die Notwendigkeit anhaltender Wachsamkeit in allen drei Zonen.
Quellen: Jerusalem Post, Walla, Digi24