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Hunderte beamte entsandt, ICE-schießerei löst proteste aus

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Hunderte bundesstaatliche Einwanderungsbeamte werden nach Minneapolis entsandt, während die Proteste zunehmen und sich die Spannungen zwischen lokalen Verantwortlichen und der Trump-Regierung verschärfen. Der Einsatz folgt auf die tödliche Erschießung einer Frau aus Minnesota durch einen ICE-Beamten — ein Vorfall, der landesweite Aufmerksamkeit sowie widersprüchliche Darstellungen ausgelöst hat.

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Bundesbehörden zufolge ist der Schritt Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen Einwanderung, während Stadt- und Landesvertreter argumentieren, er verschärfe eine ohnehin angespannte Lage.

Mobilisierung von Einsatzkräften

Nach Angaben von CNN erklärte Heimatschutzministerin Kristi Noem, Hunderte Beamte der Grenzschutzbehörde würden mobilisiert, um föderale Einwanderungsmaßnahmen in Minneapolis zu unterstützen.

Die Stadt gilt seit Dezember als Brennpunkt, nachdem Präsident Donald Trump die Durchsetzungsmaßnahmen ausgeweitet hatte, die sich gegen somalische Einwohner Minnesotas richteten.

Der Einsatz erfolgt nur wenige Tage, nachdem Renee Good, eine Mutter von drei Kindern, bei einer Begegnung mit Beteiligung eines ICE-Beamten erschossen wurde. Videos des Vorfalls tauchen weiterhin auf und verstärken die öffentliche Aufmerksamkeit.

Bundesbehörden erklären, die Entsendung sei notwendig, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Lokale Entscheidungsträger forderten die Einwanderungsbehörden auf, die Stadt zu verlassen.

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Videos werden überprüft

Das Heimatschutzministerium (DHS) veröffentlichte auf X neues Videomaterial, das die Minuten vor der Schießerei zeigt. Das DHS behauptete ohne Vorlage von Beweisen, Good habe eine Strafverfolgungsmaßnahme „verfolgt und behindert“.

CNN berichtete, früheres von Passanten aufgenommenes Material scheine zu zeigen, wie sich Goods Fahrzeug vorwärts bewegte, während ein Beamter zur Seite trat.

Das von dem Beamten aufgezeichnete Video, der die Schüsse abgab, zeigt nicht eindeutig, ob es zu einem Kontakt kam.

DHS-Staatssekretärin Tricia McLaughlin erklärte, das Filmmaterial stütze die Position der Behörde, dass der Beamte in Notwehr gehandelt habe.

Politischer Schlagabtausch

Die Schießerei hat den Wortkrieg zwischen Bundes- und Lokalbehörden verschärft. Noem beschuldigte Minnesotas Gouverneur Tim Walz und den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, den Vorfall zu politisieren und Unruhen anzuheizen.

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„Sie haben die Öffentlichkeit aufgehetzt“, sagte Noem in CNNs State of the Union und forderte sie auf, „erwachsen zu werden“.

Frey wies die Kritik zurück und sagte CNN, die Stadt habe in diesem Jahr lediglich zwei Schießereien erlebt, „und eine davon war ICE“. Er bezeichnete die Tötung als rücksichtslos und forderte eine unabhängige Untersuchung.

Ausbreitung der Proteste

Mit wachsender Wut über Goods Tod berichtete CNN, dass für das Wochenende landesweit mehr als 1.000 Demonstrationen geplant seien.

Tausende versammelten sich in Minneapolis, auch am Ort der Schießerei, trotz eisiger Temperaturen.

Auch in Städten wie Los Angeles und Washington kam es zu Protesten; Demonstrierende trugen Anti-ICE-Schilder und kritisierten die Einwanderungspolitik der Regierung.

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Die demokratische Abgeordnete aus Minnesota, Ilhan Omar, erklärte, die föderalen Taktiken erzeugten „Verwirrung“ und „Chaos“, während das DHS erklärte, neue Beschränkungen für den Besuch von Abgeordneten in Haftanstalten seien aus Sicherheitsgründen erforderlich.

Quellen: CNN