Unerwartete Befunde bei jungen Marathonläufern.
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Marathon- und Ultramarathonläufer gelten als besonders gesund.
Umso überraschender ist es, dass bei mehreren jungen Ausdauersportlern fortgeschrittener Darmkrebs diagnostiziert wurde.
Die Fälle, über die die New York Times berichtete, haben eine Debatte ausgelöst: Könnte extrem intensiver Sport gesundheitliche Risiken bergen?
Eine Studie wirft Fragen auf
Der Onkologe Dr. Timothy Cannon aus Virginia behandelte mehrere betroffene Läufer, von denen keiner älter als 40 Jahre war und bei denen keine klassischen Risikofaktoren vorlagen.
Daraufhin initiierte er eine Untersuchung mit 100 Marathon- und Ultramarathonläufern im Alter zwischen 35 und 50 Jahren.
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Die Ergebnisse fielen auffällig aus: Fast 50 Prozent der Teilnehmenden wiesen Darmpolypen auf, bei 15 Prozent wurden sogenannte Adenome entdeckt, die als mögliche Vorstufen von Krebs gelten.
In der Allgemeinbevölkerung liegt dieser Anteil laut New York Times deutlich niedriger.
Warnsignal, kein Beweis
Cannon stellte die Daten auf einer Fachkonferenz vor, eine wissenschaftliche Veröffentlichung steht noch aus.
Er betonte, dass niemand vom Sport abgehalten werden solle, sagte jedoch, die extreme körperliche Belastung könne nach seinen Beobachtungen möglicherweise das Risiko erhöhen. Fachleute sprechen von einem Warnsignal, das weiter erforscht werden müsse.
Symptome werden oft übersehen
Ein weiteres Problem sei laut Experten, dass Läufer Beschwerden wie Durchfall oder Blut im Stuhl häufig als harmlose Folge des Trainings abtun.
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Der Ultramarathonläufer Josh Wadlington ignorierte solche Anzeichen jahrelang. Mit Ende 30 erhielt er die Diagnose Darmkrebs und starb 2021 im Alter von 41 Jahren.
Seine Witwe sagte rückblickend, man habe Warnzeichen übersehen, weil man überzeugt gewesen sei, alles für die eigene Gesundheit zu tun.
Quelle: New York Times, Bild