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Amoklaufender Elefant tötet 22 Menschen – Behörden jagen gewalttätiges Tier

Amoklaufender Elefant tötet 22 Menschen – Behörden jagen gewalttätiges Tier
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Ein einzelner wilder Elefant hat im Osten Indiens Angst und Schrecken verbreitet.

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Ein einzelner wilder Elefant versetzt den Osten Indiens in Angst, während Dorfbewohner aufgefordert werden, in ihren Häusern zu bleiben, und Forstteams mit Hochdruck versuchen, die Gewalt zu stoppen.

Behörden zufolge ist das Verhalten des Tieres zunehmend unberechenbar geworden.

Spur der Verwüstung

Der Amoklauf begann am Neujahrstag im ostindischen Bundesstaat Jharkhand. Seitdem sind nach Angaben der lokalen Behörden mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen.

Der jüngste Todesfall wurde am 9. Januar in den bewaldeten Gebieten von Chaibasa und Kolhan im Bezirk West Singhbhum gemeldet.

Diese Regionen sind von Sal-Wäldern geprägt, einem wichtigen Lebensraum, der asiatischen Elefanten Nahrung und Schutz bietet.

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Bei den Opfern handelt es sich überwiegend um Bauern und Dorfbewohner, die nachts Felder oder Lebensmittelvorräte bewachten, teilten die Behörden mit.

Jagd auf den Elefanten

Nach Berichten, auf die sich die BBC beruft, sind inzwischen mehr als 100 Mitarbeiter des Forstamtes an der Suche nach dem männlichen Elefanten beteiligt, um ihn aufzuspüren und zu stoppen.

Der indische Sender ETV Bharat berichtete, dass Wildtierexperten am Freitag versucht hätten, das Tier mit einem Betäubungspfeil ruhigzustellen, die Operation jedoch gescheitert sei.

Die Behörden erklärten, der Elefant entziehe sich trotz koordinierter Bemühungen gemeinsam mit der lokalen Verwaltung weiterhin der Gefangennahme.

„Trotz mehrfacher Versuche mit Unterstützung der Bezirksverwaltung entzieht sich der Elefant weiterhin der Gefangennahme“, hieß es in einer Erklärung. „Dies stellt eine ernsthafte Herausforderung beim Umgang mit dem Konflikt zwischen Mensch und Wildtier in der Region dar.“

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Erneute Warnungen

Behörden bestätigten, dass der Elefant erneut in die Region Chaibasa zurückgekehrt ist, was eine neue Suchaktion ausgelöst hat. Die Bewohner wurden dringend aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und bewaldete Gebiete zu meiden.

Forstexperten gehen davon aus, dass sich das Tier möglicherweise in der sogenannten Musth-Phase befindet – einem natürlichen Zustand bei männlichen Elefanten, der durch stark erhöhte Testosteronwerte gekennzeichnet ist.

In dieser Phase, die 15 bis 20 Tage andauern kann, werden Elefanten oft äußerst aggressiv und unberechenbar.

Zudem wird vermutet, dass sich der Elefant von seiner Herde getrennt hat, was sein erratisches Verhalten weiter verstärken könnte.

Auch der Verlust von Lebensraum wird als möglicher Faktor genannt. Durch die zunehmende Abholzung der Wälder werden Elefanten immer häufiger auf der Suche nach Nahrung in landwirtschaftliche Gebiete und Dörfer gedrängt.

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Aditya Narayan, Leiter der Forstabteilung des Bezirks, erklärte, der Elefant lege täglich enorme Strecken zurück.

„Der Elefant legt nahezu 30 Kilometer pro Tag zurück“, sagte er.

„Unser Team befindet sich in höchster Alarmbereitschaft, und die Versuche, das Tier zu betäuben, werden wieder aufgenommen. Die Dorfbewohner wurden eindringlich angewiesen, die Wälder nicht zu betreten und wachsam zu bleiben.“

Derzeit leben die betroffenen Gemeinden weiterhin in Angst, während die Suche nach dem Elefanten andauert.

Quellen: BBC, ETV Bharat

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