Ein Experte hat fünf Schritte vorgestellt, mit denen sich die Überlebenschancen bei einer nuklearen Explosion erhöhen lassen sollen – vor dem Hintergrund wachsender Ängste vor einem Dritten Weltkrieg.
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Die Sorge vor einem umfassenderen globalen Konflikt ist erneut aufgekommen, da in mehreren Regionen der Welt weiterhin Kriege andauern.
Auch wenn ein Atomkrieg für viele ein fernes Szenario bleibt, sagt ein Experte für Krisenvorsorge, dass das richtige Verhalten im Ernstfall einen entscheidenden Unterschied machen könne.
Sein Rat konzentriert sich auf unmittelbares Überleben – nicht auf Panik.
Wachsende Besorgnis
Die Befürchtungen vor einem Dritten Weltkrieg sind angesichts der Konflikte in Europa, dem Nahen Osten und Asien gewachsen. Die Bedrohung durch atomar bewaffnete Staaten hält Worst-Case-Szenarien im öffentlichen Diskurs präsent.
Die moderne Kriegsführung stützt sich stark auf Raketen, Drohnen und hochexplosive Waffen.
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In diesem Zusammenhang zählen Atomwaffen weiterhin zu den zerstörerischsten Instrumenten, die vorstellbar sind.
Ratschläge vom Experten
Derrick, ein Experte für Notfallvorsorge, der online unter dem Namen „prepperpress“ auf TikTok bekannt ist, teilte fünf Schritte, die seiner Aussage nach die Überlebenschancen bei einem Atomangriff erhöhen könnten.
Er erklärte, seine Empfehlungen bezögen sich auf eine nukleare Explosion mit einer Sprengkraft von 300 bis 800 Kilotonnen, wie sie für moderne Interkontinentalraketen typisch sei. Zum Vergleich: Die Atombombe von Hiroshima hatte laut der World Nuclear Association eine Sprengkraft von etwa 15 Kilotonnen.
„Legen Sie sich sofort flach auf den Boden, mit dem Gesicht nach unten und den Füßen in Richtung der Explosion, und schützen Sie Ihren Kopf“, sagte Derrick. „Halten Sie den Mund offen, damit Ihre Lungen nicht durch die Druckwelle verletzt werden, und schauen Sie auf keinen Fall in den Blitz.“
Entfernung ist entscheidend
Derrick zufolge sinken die Überlebenschancen innerhalb eines Radius von etwa einer Meile (rund 1,6 Kilometer) um den Explosionsort drastisch. Doch auch mehrere Meilen entfernt stellen einstürzende Gebäude eine ernsthafte Gefahr dar.
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Der beste Schutz sei, sich unter der Erde aufzuhalten.
„In zehn Meilen Entfernung besteht immer noch die Gefahr durch radioaktiven Fallout, und man hat etwa zehn bis 30 Minuten Zeit, bevor er als radioaktiver Staub auf den Boden fällt“, erklärte er.
Er riet dringend, sich sofort in geschlossene Räume zu begeben. „Gehen Sie so schnell wie möglich hinein – idealerweise in einen Keller, eine U-Bahn-Station oder einen Schutzraum.“
Schutz suchen und abwarten
Falls kein unterirdischer Schutz verfügbar ist, empfahl Derrick, ein Gebäude aus Ziegel oder Beton aufzusuchen und sich möglichst im Inneren des Gebäudes aufzuhalten.
Fenster und Türen sollten strikt gemieden werden.
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„Gehen Sie nicht nach draußen und versuchen Sie nicht, den Helden zu spielen“, warnte er. Die ersten 24 Stunden seien entscheidend; er empfehle, bis zu 72 Stunden in Schutz zu bleiben.
„Dichten Sie Fenster ab, wenn möglich, versiegeln Sie Türöffnungen und unterbrechen Sie den Luftstrom von außen.“
Nach möglicher Strahlenexposition
Wenn es unvermeidlich sei, nach draußen zu gehen, riet Derrick dazu, unbedeckte Haut zu schützen und bekannte Fallout-Routen zu meiden.
„Bedecken Sie Mund und Nase mit einer Maske oder einem Tuch, tragen Sie Schutzbrillen, Handschuhe und bedecken Sie alle freien Hautstellen“, sagte er.
Nach der Rückkehr ins Innere empfahl er eine gründliche Dekontamination sowie einen Kleidungswechsel. Zudem warnte er davor, beim Haarewaschen Conditioner zu verwenden.
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Abschließend betonte Derrick, dass Ruhe zu bewahren und ausreichend mit Lebensmitteln und Wasser vorbereitet zu sein, weiterhin von zentraler Bedeutung sei.
Quellen: TikTok, World Nuclear Association