Ein ungewöhnliches Gefecht auf dem Schlachtfeld hat gezeigt, wie der Krieg in der Ukraine weiterhin moderne Erwartungen unterläuft. Was als berittener Angriff begann, endete damit, dass ukrainische Kräfte unerwartete neue Ressourcen gewannen.
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Der Vorfall betraf Fronttruppen, die auf eine in der modernen Kriegsführung selten gewordene Taktik reagierten, mit einem Ausgang, der sich schnell zugunsten der Ukraine wandelte.
Frontbegegnung
UNITED24 Media berichtete, dass Soldaten des 1. selbstständigen Sturmregiments der Ukraine, benannt nach Dmytro Kotsiubailo, einen auf Pferden durchgeführten russischen Vorstoß stoppten. Zwei russische Soldaten wurden bei dem Einsatz getötet.
Der Regimentskommandeur Dmytro „Perun“ Filatov bestätigte, dass die an dem Angriff beteiligten Pferde nicht verletzt wurden. „Bei der Verteidigungsoperation kamen keine Tiere zu Schaden“, erklärte das Regiment.
Die Tiere wurden nach dem Gefecht geborgen und unter ukrainische Kontrolle gebracht.
Seltene Taktiken
Dem Bericht zufolge versuchten russische Truppen, ukrainische Verteidigungsstellungen mithilfe berittener Soldaten zu überrennen – eine Methode, die in der modernen Kriegsführung weitgehend nicht mehr zum Einsatz kommt. Ukrainische Aufklärer entdeckten die Bewegung im Voraus und warnten die verteidigenden Einheiten.
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Diese frühe Warnung ermöglichte es den ukrainischen Kämpfern, sich vorzubereiten und schnell zu reagieren. Als sich die Reiter näherten, eröffneten die ukrainischen Kräfte das Feuer und neutralisierten die Angreifer.
Die Pferde wurden anschließend unverletzt gesichert.
Neuer Einsatz auf dem Schlachtfeld
Filatov erklärte, die erbeuteten Pferde würden nun zur Unterstützung ukrainischer Operationen eingesetzt. Anstatt ein Symbol des gescheiterten Angriffs zu bleiben, sollen sie künftig dabei helfen, verwundete Soldaten aus Frontgebieten in sicherere rückwärtige Positionen zu evakuieren.
UNITED24 Media merkte an, dass diese Anpassung zeige, wie ukrainische Einheiten unter Gefechtsbedingungen weiterhin vorhandene Ressourcen pragmatisch nutzen.
Größerer Zusammenhang
Der Bericht hob zudem hervor, dass russische Truppen zunehmend Pferde für logistische Aufgaben einsetzen. In einigen Fällen seien berittene Soldaten dabei beobachtet worden, wie sie Starlink-Satellitenterminals transportierten, um während der Bewegung den Internetzugang aufrechtzuerhalten, insbesondere für Drohneneinsätze.
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Unabhängig davon wurde zuvor berichtet, dass ukrainische Pioniere entdeckt hätten, dass russische Truppen an Drohnen befestigte Starlink-Terminals mit Sprengfallen versehen hatten.
Dies habe Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Sicherstellung solcher Ausrüstung ausgelöst und die Aufmerksamkeit auf Russlands wachsenden Einsatz westlicher Technologie auf dem Schlachtfeld gelenkt.
Der Kavallerie-Vorfall unterstreicht, wie unkonventionelle Taktiken und schnelle Anpassungsfähigkeit weiterhin die Kämpfe an der Front prägen.
Quellen: UNITED24 Media