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Trump-Regierung setzt Visa für 75 Länder aus

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Diese Woche veröffentlichte Details deuten auf eine deutliche Verschärfung der Einreisebestimmungen in die Vereinigten Staaten hin.

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Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben seit der Wiederaufnahme der Präsidentschaft durch Trump mehr als 100.000 Visa annulliert.

Zu diesen Aufhebungen zählen rund 8.000 Studentenvisa sowie etwa 2.500 Spezialvisa, die mit Personen in Verbindung stehen, die mit US-Strafverfolgungsbehörden in Kontakt geraten waren.

Trump hatte im Wahlkampf 2024 versprochen, „das größte Abschiebeprogramm in der amerikanischen Geschichte zu starten“.

Damals sagte er:

„Ich werde jede Stadt und jede Gemeinde retten, die überfallen und erobert wurde, und wir werden diese grausamen und blutrünstigen Kriminellen ins Gefängnis stecken und sie dann so schnell wie möglich aus unserem Land hinauswerfen.“

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Visa-Stopp angekündigt

Über die Annullierungen hinaus hat die Regierung nun eine unbefristete Aussetzung der Bearbeitung von Einwanderungsvisa für 75 Länder angeordnet.

Die Maßnahme soll am 21. Januar in Kraft treten.

In einer auf X veröffentlichten Erklärung teilte das Außenministerium mit, Ziel sei es, „dem Missbrauch“ des Einwanderungssystems „durch jene ein Ende zu setzen, die durch Sozialleistungen und staatliche Unterstützung Wohlstand vom amerikanischen Volk abschöpfen wollen“.

Die vollständige Liste der betroffenen Länder wurde bislang nicht veröffentlicht, Beamte erklärten jedoch, dass Somalia, Haiti, Iran und Eritrea darunter seien.

Offizielle Begründung

„Das Außenministerium wird seine langjährige Befugnis nutzen, potenzielle Einwanderer als nicht zulässig einzustufen, die dem öffentlichen Haushalt der Vereinigten Staaten zur Last fallen und die Großzügigkeit des amerikanischen Volkes ausnutzen würden“, sagte Tommy Pigott, stellvertretender Hauptsprecher des Ministeriums, laut BBC.

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In einem weiteren Beitrag auf X ergänzte das Ministerium, dass die Aussetzung so lange bestehen bleibe, bis die USA sicherstellen könnten, dass neue Einwanderer dem amerikanischen Volk keinen Wohlstand „entziehen“.

Einschränkungen und Reaktionen

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press gilt die Aussetzung nicht für nicht-einwanderungsbezogene Touristen- oder Geschäftsvisa.

Die Maßnahme folgt auf eine Reihe jüngster Einschränkungen. NBC News berichtete im vergangenen Monat, dass die Regierung Einwanderungsanträge aus 19 Ländern ausgesetzt habe, für die bereits US-Reisebeschränkungen gelten.

Zuvor waren Asylanträge von afghanischen Staatsangehörigen gestoppt worden, nachdem ein afghanischer Einwanderer wegen der Schüsse auf zwei Mitglieder der Nationalgarde im November in Washington, D.C., angeklagt worden war.

Quellen: BBC, Associated Press, NBC News, US-Außenministerium

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