Die beiden jüngsten Käufe betrafen tatsächlich Dänemark.
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Während seiner ersten Amtszeit als Präsident brachte Donald Trump die Idee ins Spiel, Grönland zu einem Teil der USA zu machen.
Damals wurde dies von so gut wie dem Rest der Welt belächelt. Als die USA jedoch eine Militäroperation in Venezuela durchführten, um den Diktator Nicolás Maduro gefangen zu nehmen, begannen viele, Trumps Äußerungen zu Grönland sehr ernst zu nehmen – insbesondere, als er den Wunsch nur wenige Tage nach der Venezuela-Operation erneut aufgriff.
Nach Angaben von Donald Trump ist Grönland von entscheidender Bedeutung für die nationale Verteidigung der USA, und er hat mehreren NATO-Verbündeten mit Zöllen ab dem 1. Februar gedroht, falls bis dahin keine Einigung über eine vollständige US-Kontrolle über Grönland erzielt wird.
Die Zölle sollen ab dem 1. Juni weiter erhöht werden, falls bis dahin keine Einigung erzielt worden ist.
Der einfache Weg oder der harte Weg
Trump hat erklärt, dass Grönland Teil der USA werden werde und dass dies auf dem „einfachen Weg“ oder auf dem „harten Weg“ geschehen könne, was bei vielen die Sorge vor einem möglichen militärischen Vorgehen zur Erreichung dieses Ziels ausgelöst hat.
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Während seiner ersten Amtszeit schlug Donald Trump jedoch vor, dass die USA Grönland von Dänemark kaufen sollten (Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark) – eine Idee, die sowohl von Grönland als auch von Dänemark umgehend zurückgewiesen wurde, mit der Begründung, dass Grönland dem grönländischen Volk gehöre und man ein Land nicht einfach kaufen könne.
Doch die USA haben eine Geschichte territorialer Käufe – und die letzten beiden Käufe hatten tatsächlich Dänen als Vertragspartner.
Hinweis: In dieser Übersicht haben wir keine von den USA annektierten Gebiete berücksichtigt. Der Fokus liegt ausschließlich auf käuflich erworbenen Territorien.
Water Island und die Dänischen Jungferninseln
Im Jahr 1944 kauften die USA die Insel Water Island (auf Dänisch Vand Ø) von einem in Dänemark ansässigen privaten Schifffahrtsunternehmen namens East Asiatic Company.
Es handelt sich um eine kleine Insel der Amerikanischen Jungferninseln in der Karibik, für die die USA 10.000 US-Dollar für die fast 500 Acre große Insel zahlten.
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Fast dreißig Jahre zuvor hatten die USA die Jungferninseln von – Sie ahnen es – Dänemark gekauft. Damals waren sie als Dänisch-Westindien bekannt, und die USA zahlten 25 Millionen US-Dollar für die Inseln (entspricht etwa 614 Millionen US-Dollar im Jahr 2024).
Der Louisiana-Kauf und der Alaska-Kauf
Die zwei bekanntesten territorialen Käufe sind vermutlich der Louisiana-Kauf im Jahr 1803, bei dem die neu gegründeten Vereinigten Staaten (damals als die Dreizehn Staaten bekannt) 828.000 Quadratmeilen (2.140.000 km²) Land erwarben, das heute einen großen Teil der zentralen USA ausmacht.
Der Kaufpreis betrug 15 Millionen US-Dollar, was nach heutigem Wert etwa 340–371 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 entspricht.
Im Jahr 1867 kauften die USA Alaska von Russland für 7,2 Millionen US-Dollar, was inflationsbereinigt mehr als 130 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 entspricht.
Quellen
- Nationalmuseum von Dänemark
- The Diplomacy of Trade and Investment: American Economic Expansion in the Hemisphere (David M. Pletcher)
- Office of the Historian (history.state.gov)
- Water Island Civic Association