Der Tod einer Frau während eines bundesstaatlichen Einwanderungseinsatzes hat Proteste in Washington ausgelöst.
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Als Präsident Donald Trump zu dem Fall befragt wurde, erregte seine Antwort nicht nur wegen seiner Aussagen über die Strafverfolgungsbehörden Aufmerksamkeit, sondern auch wegen der Art und Weise, wie er die Familie des Opfers darstellte.
„Ich hoffe, er empfindet das immer noch so“
Trump wurde während einer langen Pressekonferenz im Weißen Haus am 20. Januar 2026 zu der Schießerei befragt. Dabei sagte er, er habe gehört, dass Goods Vater ein großer Unterstützer gewesen sei, und fügte hinzu, er „hoffe“, dass dies immer noch der Fall sei, wie People berichtete.
Hintergrund ist, dass der CBS-Journalist Tony Dokoupil Trump Anfang Januar in einem Interview mitteilte, der Vater, Timothy Ganger, unterstütze den Präsidenten.
Bei ICE-Einsatz in Minneapolis erschossen
Renee Nicole Good, 37, wurde am 7. Januar 2026 in Minneapolis getötet. Nach Angaben wurde sie von dem ICE-Agenten Jonathan Ross erschossen, als sie am Steuer ihres SUV in der Nähe eines laufenden Einsatzes saß, berichtete ABC News.
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Der Vorfall wird untersucht, und die Schilderungen darüber, was in den Sekunden vor den Schüssen genau geschah, gehen auseinander.
Trump: ICE „macht manchmal Fehler“
Während der Pressekonferenz sagte Trump, er empfinde großes Mitgefühl für die Familie, verteidigte jedoch zugleich die Behörde und erklärte, ICE werde „gonna make mistakes sometimes“ und das „passiert einfach“ in schwierigen Situationen.
Die Äußerung hat Reaktionen ausgelöst, da sie nur wenige Tage nach der tödlichen Schießerei fiel und zu einem Zeitpunkt, an dem die Proteste in Minnesota zunahmen.
Protest in Kirche hervorgehoben
Trump bezeichnete Gegner der verstärkten ICE-Präsenz als „paid agitators and insurrectionists“ und verwies unter anderem auf einen Protest, der am 18. Januar einen Gottesdienst in St. Paul gestört habe.
Nach Angaben von Baptist Press sollen Demonstranten einen Morgengottesdienst in der Cities Church in St. Paul unterbrochen haben. Der Vorfall werde nun bundesweit untersucht.
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Bilder von „kriminellen Migranten“
Bei demselben Auftritt hielt Trump Fotos von Personen hoch, die er als „kriminelle Migranten“ bezeichnete und die von seiner Regierung festgenommen worden seien.
Dies war Teil seines Versuchs, die Lage in Minnesota als Frage eines härteren Vorgehens gegen Kriminalität im Zusammenhang mit illegaler Einwanderung darzustellen.
Ein Ton setzendes Statement
Dass Trump die politischen Sympathien des Vaters hervorhob, mitten in der Trauer um den Tod der Tochter, zeigt, wie aufgeladen das Thema geworden ist.
Die Schießerei und die anschließenden Proteste setzen nun sowohl die Bundesbehörden als auch das Weiße Haus weiter unter Druck, während die Ermittlungen andauern.