Ernährung rückt stärker in den Fokus der Forschung.
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Lange Zeit galt Demenz vor allem als eine Frage von Alter und Genetik. Inzwischen zeigen jedoch immer mehr Studien, dass auch der Lebensstil eine Rolle spielen kann.
Besonders die Ernährung wird zunehmend als möglicher Einflussfaktor für die Gehirngesundheit im Alter diskutiert.
Nach Angaben von Alzheimer’s Research UK wissen viele Menschen nicht, dass sich das persönliche Demenzrisiko zumindest teilweise beeinflussen lässt.
Die Organisation weist darauf hin, dass dieses fehlende Bewusstsein problematisch ist, da einfache Alltagsentscheidungen langfristige Auswirkungen haben könnten.
Auch bei familiärer Vorbelastung relevant
Selbst wenn Demenz in der Familie vorkommt, ist das Risiko nicht vollständig festgelegt.
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Alzheimer’s Research UK betont, dass Gene zwar eine Rolle spielen, aber nicht allein über die Entwicklung der Erkrankung entscheiden. Der Lebensstil bleibe ein wichtiger Faktor.
Mediterrane Ernährung als möglicher Schutzfaktor
Forschungen, auf die sich die Organisation bezieht, deuten darauf hin, dass eine mediterrane Ernährungsweise das Demenzrisiko senken könnte. Diese Ernährung umfasst unter anderem viel Gemüse, Vollkornprodukte, Olivenöl und regelmäßig Fisch.
Besonders fettreiche Fischarten wie Lachs oder Makrele stehen im Fokus. Sie enthalten Nährstoffe, die nach Einschätzung von Fachleuten dazu beitragen könnten, Zellen im Gehirn vor Schäden zu schützen.
Warum fetter Fisch empfohlen wird
Tracy Parker, leitende Ernährungsberaterin der British Heart Foundation, erklärt: „Fetter Fisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA und DHA.“
Sie ergänzt: „Dabei handelt es sich um essenzielle Fette, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die daher über die Nahrung aufgenommen werden müssen.“
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Empfohlen wird, einmal pro Woche eine Portion fetten Fisch zu essen. Wer keinen Fisch mag, kann laut Parker auch auf pflanzliche Omega-3-Quellen wie Leinsamen, Walnüsse, Sojabohnen oder grünes Blattgemüse zurückgreifen.
Quelle: Express