Viele Hundebesitzer kennen das Verhalten: Beim Spaziergang oder im Garten bleibt der Hund stehen und beginnt, Gras zu fressen. Oft löst das Sorge aus, doch in den meisten Fällen ist es harmlos.
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Die australische Tierärztin Nicole Rous erklärte in einem Video auf TikTok, warum Hunde dieses Verhalten zeigen und wann es sinnvoll ist, genauer hinzusehen. Sie betont, dass Grasfressen allein nicht automatisch ein Anzeichen für Krankheit ist.
Neugier und Beschäftigung
Ein häufiger Grund ist schlichte Neugier oder Langeweile. Hunde erkunden ihre Umgebung nicht nur mit der Nase, sondern auch mit dem Maul.
„Hunde sind von Natur aus neugierig und untersuchen ihre Umwelt manchmal, indem sie an Dingen knabbern“, erklärt Rous.
Instinkt aus der Vergangenheit
Auch die Abstammung der Hunde spielt eine Rolle. Laut Rous könnten Hunde dieses Verhalten von ihren Vorfahren geerbt haben, die neben Fleisch auch pflanzliche Bestandteile fraßen.
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Dabei ging es möglicherweise darum, zusätzliche Ballaststoffe aufzunehmen.
Wenn Grasfressen Sorgen macht
Problematischer wird es, wenn das Verhalten mit Unwohlsein einhergeht. Manche Hunde fressen Gras, um Magenbeschwerden zu lindern oder Erbrechen auszulösen.
„Ein Grund, der viele Tierhalter beunruhigt, ist, dass einige Hunde Gras fressen, um einen gereizten Magen zu beruhigen oder sich zu übergeben“, sagt Rous.
Zeige ein Hund dabei deutliches Unbehagen, sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Möglicher Nährstoffmangel
In einigen Fällen kann Gras- oder sogar Erde-Fressen auf einen Mangel an bestimmten Mineralstoffen hinweisen.
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Das könne ein Zeichen dafür sein, dass die Ernährung nicht optimal zusammengesetzt ist.
Fazit der Tierärztin
Rous rät zur Gelassenheit: Frisst ein gesunder Hund nur gelegentlich Gras, bestehe meist kein Grund zur Sorge.
Trete das Verhalten jedoch häufig oder in Verbindung mit anderen Symptomen auf, sei ein Gespräch mit dem Tierarzt sinnvoll.
Quelle: TikTok, Mirror
