Viele Menschen beunruhigt es, wenn sie nachts mehrfach wach werden.
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Doch Forschungsergebnisse zeigen, dass unterbrochener Schlaf in vielen Fällen kein Anzeichen für ein ernsthaftes Problem ist, sondern zur normalen Schlafstruktur gehört.
Was Studien über nächtliches Aufwachen zeigen
Eine im Journal of Psychosomatic Research veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass nächtliches Erwachen weiter verbreitet ist als oft angenommen.
Rund ein Drittel der Erwachsenen wird demnach mindestens dreimal pro Woche nachts vollständig wach. Andere Untersuchungen zeigen, dass fast ein Viertel der Menschen jede Nacht mindestens einmal aufwacht.
Schlafforscher erklären, dass der menschliche Schlaf von kurzen Wachmomenten durchzogen ist.
Diese sogenannten Mikro-Aufwachphasen treten etwa 20-mal pro Nacht auf, werden jedoch meist nicht bewusst wahrgenommen oder erinnert.
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Wie viele Wachphasen gelten als normal?
Deutlichere Wachphasen, an die man sich am Morgen erinnert, treten im Durchschnitt etwa drei Mal pro Nacht auf.
Das gilt als normal und beeinträchtigt in der Regel weder die Schlafqualität noch die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag.
Laut Surrey Live können diese Phasen wenige Minuten dauern, in manchen Fällen auch bis zu 30 Minuten, ohne krankhaft zu sein.
Warum sich Schlaf mit dem Alter verändert
Mit zunehmendem Alter verändert sich die innere Uhr. Der Schlaf wird leichter, und viele Menschen werden früher wach, teils schon gegen 3 oder 4 Uhr morgens.
Experten zufolge kann sich die Zahl der nächtlichen Wachphasen ab etwa 60 Jahren von zwei oder drei auf vier oder fünf erhöhen, da sich der circadiane Rhythmus verkürzt.
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Wann Hilfe sinnvoll ist
Der britische Gesundheitsdienst NHS weist darauf hin, dass Schlafprobleme viele Ursachen haben können.
Er erklärt: „Schlafprobleme sind häufig, und die Gründe dafür verändern sich im Laufe unseres Lebens – etwa durch Krankheit, Arbeit oder ein Baby. Einige schlaflose Nächte sind meist kein Grund zur Sorge, doch es kann problematisch werden, wenn Schlafmangel den Alltag beeinträchtigt.“
Stress, Koffein, Umgebung und gesundheitliche Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Für die meisten Erwachsenen gelten sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht als Richtwert.
Quelle: Journal of Psychosomatic Research, Surrey Live, NHS, Express