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Tödlicher Virusausbruch bestätigt – Quarantänen beginnen

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Was ist das Nipah-Virus und auf welche Symptome sollten Menschen achten?

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Die Gesundheitsbehörden überwachen einen neuen Ausbruch des Nipah-Virus in Indien, nachdem mehrere bestätigte Fälle gemeldet wurden.

Für das Virus gibt es weder eine Heilung noch einen Impfstoff, und es wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als hochgefährlich eingestuft.

Offizielle Stellen erklären, dass die Lage ernst ist, insbesondere weil einige Fälle offenbar auf Übertragungen in Krankenhäusern zurückzuführen sind.

Bestätigte Fälle

Indien hat mindestens fünf bestätigte Fälle des Nipah-Virus gemeldet. Fast 100 Menschen wurden vorsorglich angewiesen, sich zu Hause in Quarantäne zu begeben.

Die Fälle befinden sich im östlichen Bundesstaat Westbengalen. Gesundheitsbeamte gehen davon aus, dass sich das Virus in Krankenhäusern ausbreitet; unter den Infizierten befinden sich auch Ärztinnen, Ärzte sowie Pflegepersonal.

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Mindestens zwei Fälle wurden im Narayana Multispeciality Hospital in Barasat bestätigt, etwa 26 Kilometer von Kalkutta entfernt.

„Zwei Krankenschwestern eines privaten Krankenhauses sind mit dem Nipah-Virus infiziert, eine von ihnen befindet sich in kritischem Zustand“, sagte Narayan Swaroop Nigam, Staatssekretär im Gesundheits- und Familienfürsorgeministerium von Westbengalen, gegenüber The Telegraph.

Quarantänemaßnahmen

Nach Angaben von The Telegraph wurden bislang rund 180 Personen getestet. Davon wurden 20 Menschen, die als Hochrisikokontakte identifiziert wurden, unter Quarantäne gestellt.

„Alle von ihnen sind symptomfrei und wurden negativ getestet. Wir werden sie erneut testen, bevor ihre 21-tägige Quarantäne endet“, sagte Nigam.

Die Gesundheitsbehörden erklären, dass sie weiterhin Kontaktpersonen nachverfolgen und Krankenhäuser engmaschig überwachen.

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Was ist das Nipah-Virus?

Das Nipah-Virus ist eine Krankheit, die von Tieren auf Menschen übertragen werden kann und sich auch zwischen Menschen verbreiten kann. Flughunde sind die natürlichen Träger des Virus. Schweine können als Zwischenwirte fungieren.

Menschen können sich durch Kontakt mit infizierten Tieren, kontaminierte Lebensmittel oder engen Kontakt mit einer infizierten Person anstecken.

Die WHO stuft das Nipah-Virus als Hochrisikovirus mit epidemischem Potenzial ein. Die Sterblichkeitsrate wird auf 40 bis 75 Prozent geschätzt. Es gibt weder eine zugelassene Behandlung noch einen Impfstoff.

Symptome, auf die man achten sollte

Nach Angaben der WHO können die Symptome stark variieren. Einige Menschen zeigen keine Symptome, während andere schwer erkranken.

Zu den frühen Symptomen gehören Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Erbrechen und Halsschmerzen. Mit Fortschreiten der Krankheit können Schwindel, Verwirrtheit, Schläfrigkeit und andere neurologische Anzeichen auftreten.

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In schweren Fällen kann das Virus Lungenentzündung, Atemprobleme, Krampfanfälle und Enzephalitis verursachen. Einige Patientinnen und Patienten fallen innerhalb von 24 bis 48 Stunden ins Koma.

Frühere Ausbrüche

Das Nipah-Virus wurde erstmals 1998 während eines Ausbruchs in Malaysia und Singapur identifiziert. Seit 2001 kommt es in Bangladesch nahezu jährlich zu Ausbrüchen, die häufig mit kontaminiertem Dattelpalmensaft in Verbindung stehen.

Indien hat in der Vergangenheit Ausbrüche in Westbengalen und Kerala gemeldet, bei denen es mehrere Todesfälle gab. Laut Daten aus dem Jahr 2024 wurden weltweit 754 Fälle und 435 Todesfälle registriert.

Quellen: Weltgesundheitsorganisation, The Telegraph

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