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Tesla stellt die Produktion von Model S und Model X ein

Elon Musk, Tesla
Thrive Studios ID / Shutterstock.com

Das Ende der Straße für Teslas Model S und Model X

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Bei Tesla geht eine Ära zu Ende. Zwei Fahrzeuge, die lange Zeit die Ambitionen des Unternehmens geprägt haben, nähern sich ihrem Produktionsende, während der Elektroautobauer seinen Fokus auf eine andere Zukunft verlagert.

Die Entscheidung markiert einen deutlichen Strategiewechsel für eine Marke, die ihren Ruf maßgeblich mit hochwertigen Elektrofahrzeugen aufgebaut hat.

Produktion wird heruntergefahren

Tesla plant, die Produktion des Model S und des Model X in den kommenden Monaten einzustellen. Das erklärte CEO Elon Musk während der jüngsten Quartalskonferenz des Unternehmens und bestätigte es später in sozialen Medien.

„Während wir uns auf eine autonome Zukunft ausrichten, wird die Produktion von Model S und X im nächsten Quartal auslaufen“, schrieb Tesla in einem Beitrag auf X. „Wenn Sie eines dieser Modelle besitzen möchten, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für eine Bestellung.“

Die Ankündigung bedeutet das Ende der beiden dienstältesten Tesla-Modelle, die seit mehr als einem Jahrzehnt produziert werden.

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Ein schleichender Abschied

Für Branchenbeobachter kam der Schritt nicht überraschend. Tesla hielt die beiden Premiummodelle durch schrittweise Aktualisierungen am Leben, doch eine grundlegende Neugestaltung blieb über Jahre aus. Das 2015 eingeführte Model X ist optisch weitgehend unverändert geblieben.

Stattdessen konzentrierte sich Tesla zunehmend auf seine Volumenmodelle, das Model 3 und das Model Y. Die Verkäufe von Model S und X gingen kontinuierlich zurück, und Tesla weist sie in seinen Geschäftsberichten nicht mehr separat aus.

Im vierten Quartal 2025 verkaufte Tesla laut Unternehmensangaben 11.642 Fahrzeuge in der Kategorie „sonstige Modelle“, zu der Model S, Model X, Cybertruck und Semi zählen. Das entsprach einem Rückgang von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Warum das relevant ist

Trotz rückläufiger Verkaufszahlen haben beide Modelle einen hohen symbolischen Wert. Das Model S war Teslas erste Limousine für Familien und das erste Modell mit nennenswertem Absatzvolumen, das dem Unternehmen half, sich als ernstzunehmender Automobilhersteller zu etablieren.

Das Model X war Teslas luxuriösestes Fahrzeug und zugleich der einzige große Familien-SUV im Portfolio. Ohne diese Modelle besteht Teslas Angebot nun überwiegend aus kleineren Fahrzeugen, abgesehen vom Cybertruck, der bislang nur begrenzt Erfolg hatte.

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Zugleich entsteht eine Lücke zwischen Teslas erschwinglicheren Modellen und experimentelleren Produkten wie dem lange angekündigten Roadster, der nun frühestens 2027 erwartet wird.

Ausblick

Teslas Kurswechsel spiegelt eine übergeordnete strategische Neuausrichtung wider. Musk betont seit Längerem, dass die Zukunft des Unternehmens in autonomem Fahren liege, nicht im klassischen Autobesitz.

„Die einzigen Fahrzeuge, die wir bauen werden, sind autonome Fahrzeuge, mit Ausnahme der nächsten Generation des Roadsters“, sagte Musk.

Zudem verlagert Tesla seine Produktionskapazitäten. Die Fertigungslinien im kalifornischen Fremont, auf denen bislang Model S und X gebaut wurden, sollen künftig für Optimus genutzt werden – Teslas humanoiden Roboter, wie Musk erklärte.

Quellen: Tesla, Reuters, Unternehmensunterlagen

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