Er droht außerdem Ländern, die Öl an Kuba verkaufen, mit Zöllen.
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Präsident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag eine Durchführungsverordnung, mit der ein nationaler Notstand im Zusammenhang mit Kuba ausgerufen wird.
In einer Erklärung auf der Website des Weißen Hauses heißt es, das Verhalten der kubanischen Regierung stelle eine „ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit und die Außenpolitik der USA dar.
Auf Grundlage der Anordnung kann die Regierung Vergeltungszölle auf Waren verhängen, die aus jedem Land importiert werden, das „direkt oder indirekt Öl an Kuba verkauft oder auf andere Weise liefert“.
Konkrete Zollhöhen wurden nicht genannt.
Stattdessen beauftragt die Anordnung die Minister für Handel, Außenpolitik, Finanzen und Heimatschutz sowie den US-Handelsbeauftragten damit, Fälle zu prüfen und Maßnahmen zu empfehlen. Die endgültigen Entscheidungen liegen beim Präsidenten.
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Allianzen und Warnungen
Die Anordnung argumentiert, dass Havannas Beziehungen zu Russland, China, Iran, der Hamas und der Hisbollah zur Bedrohungsbewertung beitragen.
Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Oberste Gerichtshof die Rechtmäßigkeit des Einsatzes von Notstandsbefugnissen durch die Regierung zur Erhebung von Zöllen prüft.
Sie folgt zudem auf Äußerungen der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum, die bestätigte, dass Mexiko weiterhin Öl an Kuba liefert. Trump sagte, er habe mit Sheinbaum gesprochen, in einem von ihm als „sehr produktives Telefongespräch“ beschriebenen Austausch, der sich auf Grenzsicherheit, Drogenhandel und Handel konzentriert habe.
Öffentliche Stellungnahmen
In einem Gespräch mit ABC News auf dem roten Teppich des Kennedy Centers sagte Trump, er wolle Kubas Wirtschaft nicht lahmlegen.
„Kuba ist eine scheiternde Nation, und man muss Mitleid mit Kuba haben“, sagte er. „Sie haben die Menschen sehr schlecht behandelt. Wir haben viele kubanischstämmige Amerikaner, die wirklich sehr schlecht behandelt wurden, und sie würden wahrscheinlich gern zurückkehren. … Ich glaube, Kuba wird nicht überleben können.“
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Handelsminister Howard Lutnick erklärte, die Anordnung solle die US-Außenpolitik untermauern, und fügte hinzu: „Am Ende fallen die Ergebnisse vernünftig und sinnvoll aus.“
Quellen: Erklärung des Weißen Hauses, ABC News