Die anhaltende Schwäche der Autoindustrie trifft nun auch einen erst kürzlich gegründeten Zulieferer.
Gerade lesen andere
Aumovio, hervorgegangen aus der Abspaltung des Automotive-Geschäfts von Continental im September, plant einen tiefgreifenden Personalabbau.
Weltweit sollen bis zu 4000 Arbeitsplätze wegfallen.
Deutschland besonders betroffen
Nach Angaben des Unternehmens entfällt nahezu ein Viertel der geplanten Stellenstreichungen auf Deutschland.
Vor allem die Forschungs- und Entwicklungsbereiche stehen im Fokus. Dort sollen mehr als 900 Arbeitsplätze abgebaut werden.
In Bayern sind mehrere Standorte betroffen. In Lindau könnten bis zu etwa 180 Stellen wegfallen, in Regensburg bis zu rund 100 und in Ingolstadt mehr als 30.
Lesen Sie auch
Auch Baden-Württemberg bleibt nicht verschont: In Ulm rechnet das Unternehmen mit bis zu etwa 275 betroffenen Stellen, in Markdorf mit rund 130.
Zusätzlich sind in Frankfurt am Main bis zu etwa 220 Arbeitsplätze gefährdet.
Sparkurs mit strategischem Ziel
Der geplante Stellenabbau ist Teil eines umfassenden Kostensenkungsprogramms. Aumovio will seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich reduzieren.
Bis 2027 sollen sie unter zehn Prozent des Umsatzes liegen, nachdem sie zuletzt bei 11,9 Prozent gelegen hatten.
Parallel dazu plant der Vorstand, das technische Portfolio zu vereinfachen.
Lesen Sie auch
Durch stärkere Standardisierung und einen höheren Automatisierungsgrad soll der Entwicklungsaufwand sinken, was langfristig weniger Personal erforderlich macht.
Sozialverträglicher Abbau angekündigt
Der Vorstandsvorsitzende Philipp von Hirschheydt erklärte, der Stellenabbau solle „möglichst sozialverantwortlich“ umgesetzt werden.
In Deutschland ist ab Anfang März ein freiwilliges Programm vorgesehen. Neben Deutschland sind auch Standorte in Indien, Singapur, Rumänien, Serbien und Mexiko betroffen.
Quelle: BILD