Der Bierabsatz in Deutschland hat 2025 einen neuen Negativrekord erreicht.
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Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes sank die Menge des von deutschen Brauereien verkauften Bieres deutlich und erreichte den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1993.
Insgesamt setzten die Betriebe im vergangenen Jahr 7,8 Milliarden Liter Bier ab.
Das entspricht einem Rückgang von 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Selbst während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 wurde mehr Bier verkauft als zuletzt.
In den Zahlen nicht enthalten sind alkoholfreie Biere, Malztrunk sowie Einfuhren aus Ländern außerhalb der Europäischen Union.
Langfristiger Trend und aktuelles Konsumklima
Der Rückgang ist Teil einer Entwicklung, die sich bereits seit mehreren Jahren abzeichnet. Als Gründe gelten unter anderem ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein, veränderte Trinkgewohnheiten sowie der demografische Wandel.
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Zusätzlich belastet derzeit die allgemeine Konsumzurückhaltung die Branche. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauerbunds, Holger Eichele, erklärte, die Brauereien spürten „ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher“.
Diese Zurückhaltung verschärft die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe weiter.
Gastronomie besonders betroffen
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in der Gastronomie. Viele Gaststätten haben sich wirtschaftlich nicht vollständig von den Folgen der Pandemie erholt.
Sinkende Gästezahlen führen dazu, dass weniger Bier ausgeschenkt wird, was sich direkt auf die Nachfrage bei den Brauereien auswirkt.
Auch Exportgeschäft rückläufig
Der Großteil des Bieres wurde weiterhin im Inland verkauft. Rund 82,5 Prozent des Absatzes entfielen auf deutsche Abnehmer, was einem Minus von 5,8 Prozent entspricht.
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Die übrigen 17,5 Prozent bestanden aus steuerfreien Mengen wie Exporten und dem sogenannten Haustrunk für Brauereimitarbeiter. In diesem Bereich fiel der Rückgang mit rund 7,0 Prozent noch stärker aus.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutscher Brauerbund, BILD