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Putins Sprachrohr droht NATO-Chef: „Auf deinem kleinen Grab werden Blumen wachsen“

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Er machte sich auch über die Idee westlicher Bodentruppen lustig

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Das russische Staatsfernsehen steht unter strenger Kontrolle des Kremls und dient als mächtiges Instrument zur Meinungsbildung im Inland und zur Projektion von Feindseligkeit nach außen.

Seine bekanntesten Moderatoren verwischen dabei häufig die Grenze zwischen Kommentar und Einschüchterung.

Einer dieser Akteure hat nun mit Äußerungen gegen die Führung der NATO neue Empörung ausgelöst.

Im Staatsfernsehen

Wladimir Solowjow, ein prominenter Moderator des staatlich ausgerichteten Senders Rossija-1, äußerte sich während einer Sendung zur Hauptsendezeit.

Solowjow ist für seine aggressive Sprache bekannt, spiegelt regelmäßig die Narrative des Kremls wider und steht unter Sanktionen westlicher Regierungen.

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Laut Berichten der Daily Express reagierte Solowjow auf einen kürzlichen Besuch des NATO-Generalsekretärs Mark Rutte in Kyjiw.

Dabei bezog er sich auf Aussagen des Duma-Abgeordneten Pjotr Tolstoi, als er über die Möglichkeit einer Entsendung von NATO-Truppen in die Ukraine sprach.

Während der Sendung sagte Solowjow: „Und als Antwort darauf werden wir euch alle töten.“ Anschließend fügte er hinzu, dass diese Bemerkung Tolstois Ansicht widerspiegele, und wiederholte: „Wir werden euch alle töten.“

Gegen die NATO gerichtet

Solowjow ging noch weiter und sprach Rutte direkt an, wobei er schwere Konsequenzen andeutete, falls NATO-Truppen in die Ukraine einmarschieren sollten.

Er verspottete die Idee westlicher Bodentruppen und nutzte bedrohliche Bilder, um seine Botschaft zu unterstreichen.

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„Rutte, willst du zusammen mit dem Kontingent einmarschieren? Na gut, um sein Schicksal zu teilen? Der Frühling wird kommen, oder? Und auf deinem kleinen Grab werden wahrscheinlich Blumen wachsen … wenn man es findet“, sagte er.

Die Äußerungen folgten auf Ruttes Besuch in Kyjiw am 3. Februar, bei dem er ukrainische Führungskräfte traf und die Unterstützung der NATO bekräftigte.

Nach Angaben der NATO betonte Rutte, dass die Sicherheit der Ukraine zentral für die Sicherheit des Bündnisses sei.

Besuch in Kyjiw

Während seines Aufenthalts in Kyjiw besuchte Rutte gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Maidan-Platz und gedachte der Opfer des Krieges.

Er sprach außerdem vor dem ukrainischen Parlament und führte Gespräche mit hochrangigen Regierungsvertretern.

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„Die Ukraine ist und bleibt für unsere Sicherheit von entscheidender Bedeutung“, sagte Rutte und fügte hinzu, dass jeder Frieden durch Stärke abgesichert sein müsse. „Ihr müsst wissen, dass dieser Frieden von Dauer sein wird.“

Solowjow wies den Besuch in seiner Sendung zurück und stellte infrage, warum Rutte in Kyjiw sprechen könne, nachdem Russland kürzlich Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur durchgeführt habe.