Russische Sportler werden bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen antreten, jedoch nur unter streng kontrollierten Bedingungen. Während Russland offiziell weiterhin ausgeschlossen ist, wird einer kleinen Zahl von Athleten erlaubt, unter neutraler Bezeichnung zu starten.
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Die Regeln unterstreichen die Bemühungen des IOC, sportliche Teilnahme mit politischen und ethischen Einschränkungen in Einklang zu bringen, berichtet LADbible.
Nur neutraler Start
Athleten aus Russland und Belarus werden bei Beginn der Winterspiele am 6. Februar als Individuelle Neutrale Athleten (AIN) antreten. Die Regelung folgt demselben Modell, das bei den Spielen in Paris 2024 angewendet wurde.
Beide Länder wurden nach Russlands umfassender Invasion der Ukraine im Februar 2022 von olympischen Wettbewerben ausgeschlossen. Das Internationale Olympische Komitee suspendierte zudem das Russische Olympische Komitee, während Belarus wegen seiner Unterstützung Moskaus sanktioniert wurde.
Begrenzte Teilnehmerzahl
In diesem Winter wurden lediglich 20 Athleten für die Teilnahme zugelassen, davon 13 aus Russland und sieben aus Belarus. Sie treten nicht für ihre Herkunftsländer an, sondern für die AIN-Gruppe; gewonnene Medaillen werden offiziell AIN zugeschrieben.
Russland bleibt von allen Mannschaftswettbewerben ausgeschlossen, sodass nur Einzelathleten startberechtigt sind.
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Keine nationalen Symbole
AIN-Athleten dürfen keinerlei nationale Identität zeigen. Russische und belarussische Flaggen, Uniformen und Hymnen sind bei den Spielen verboten.
Stattdessen nutzen die Sportler die neutrale, türkisfarbene olympische Flagge. Gewinnt ein Athlet Gold, wird ein einmaliges Instrumentalstück anstelle einer Nationalhymne gespielt, und die Medaillen tragen das AIN-Emblem.
Hintergrundprüfungen
Jeder Athlet muss eine Überprüfung durch den jeweiligen internationalen Fachverband bestehen, die von einem speziellen IOC-Gremium, dem Individual Neutral Athlete Eligibility Review Panel, überwacht wird.
Die Teilnehmer dürfen keine Verbindungen zum russischen oder belarussischen Militär oder zu Sicherheitsbehörden haben und dürfen den Krieg in der Ukraine nicht unterstützen.
Zugelassene Namen
Zu den zugelassenen Athleten zählen die russischen Eiskunstläufer Adeliia Petrosian und Petr Gumennik sowie der Skibergsteiger Nikita Filippov.
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Neu genehmigt wurden außerdem die Eisschnellläufer Ivan Posashkov (21) und Alena Krylova (23).
Quellen: LADBIBLE, Internationales Olympisches Komitee