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Russland fordert UN-verwaltung in Kiew im zuge neuer friedensbemühungen

Vladimir Putin
Пресс-служба Президента РФ / Wiki Commons

Eine neue Welle von Angriffen hat Städte in der Ukraine und im Süden Russlands erschüttert und damit den fragilen Zustand des Konflikts unterstrichen. Die Eskalation erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem diplomatische Manöver die ohnehin heiklen Friedensbemühungen weiter zu erschweren drohen.

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Russische Streitkräfte führten nach Angaben ukrainischer Behörden einen großangelegten Drohnenangriff auf den ukrainischen Hafen von Odessa durch und trafen dabei Eisenbahnstrecken sowie Ölanlagen. Der Angriff richtete sich gegen Infrastruktur, die als entscheidend für Transport und Exporte gilt.

Unterdessen griffen ukrainische Drohnen Sotschi in Russlands Region Krasnodar an, einen Schwarzmeer-Ferienort, der seit Langem mit Präsident Wladimir Putin in Verbindung gebracht wird. Bürgermeister Anatoli Pachomow sagte: „Dies ist einer der langwierigsten und massivsten Angriffe des Kiewer Regimes auf unsere Stadt.“ Zu den genauen Zielen machten die Behörden zunächst keine Angaben, berichtete der Express.

Politische Bedingungen

Während die Kämpfe andauerten, stellte Moskau neue politische Forderungen im Zusammenhang mit einer möglichen künftigen Einigung.

Michail Galusin, Russlands stellvertretender Außenminister, sagte, die Ukraine solle vor der Abhaltung von Wahlen unter eine vorübergehende internationale Verwaltung gestellt werden. Er forderte eine „externe Verwaltung in der Ukraine unter der Schirmherrschaft der UN“ und deutete an, Moskau sei bereit, diese Idee mit den Vereinigten Staaten und europäischen Ländern zu erörtern.

Galusin argumentierte, eine solche Aufsicht würde verhindern, was er als Manipulation des Wahlprozesses unter Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete. Zudem erklärte er, dass eine andere Führung in Kiew erforderlich sei, um ein umfassendes Friedensabkommen abzuschließen und die künftigen Beziehungen zwischen den beiden Staaten zu formalisieren.

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Waffenruhe-Differenz

Der Kreml signalisierte eine gewisse Offenheit für eine auf Abstimmungen beschränkte Feuerpause.

Galusin sagte, Präsident Wladimir Putin würde eine eintägige Waffenruhe zur Ermöglichung von Wahlen unterstützen. Selenskyj hingegen hatte zuvor betont, dass die Organisation glaubwürdiger landesweiter Wahlen mindestens eine zweimonatige Einstellung der Kampfhandlungen erfordern würde.

Die unterschiedlichen Positionen verdeutlichen die weiterhin bestehende Kluft zwischen den beiden Seiten, während internationale Bemühungen, sie an den Verhandlungstisch zu bringen, andauern.

Quellen: Berichterstattung des Express, Stellungnahmen russischer und ukrainischer Behörden.

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