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Berichte über erstickungsmethoden und elektroschocks aus russischem gefängnis

Vladimir Putin
kremlin.ru / Wiki Commons

Ukrainische Behörden werfen Russland vor, Haftanstalten zu betreiben, in denen Kriegsgefangene und Zivilisten schwer misshandelt werden, während der Konflikt zwischen den beiden Ländern andauert.

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Kiew zufolge sind seit Beginn der umfassenden Invasion im Februar 2022 Tausende Zivilisten festgenommen worden, von denen viele während ihrer Haft angeblich misshandelt wurden, berichtet der Daily Express.

Vorwürfe aus Kiew

Ukrainische Behörden geben an, dass seit 2022 rund 15.000 Zivilisten von Russland festgenommen worden seien. Etwa 1.800 Menschen befinden sich nach ukrainischen Angaben weiterhin in Gewahrsam.

Kiew beschreibt die Bedingungen in bestimmten Einrichtungen als von „weitverbreiteter und systematischer Folter“ geprägt, darunter Elektroschocks, Schläge und Erstickungsmethoden.

Außenminister Dmytro Kuleba erklärte zuvor: „Jedes Mal, wenn wir ein Stück unseres Territoriums von der russischen Armee befreien, finden wir Folterkammern und Massengräber mit Zivilisten, die von der russischen Armee gefoltert und ermordet wurden.“

Russland hat Vorwürfe von Folter oder systematischem Missbrauch wiederholt zurückgewiesen.

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Berichte ehemaliger Häftlinge

Der Daily Express zitierte Aussagen ehemaliger ukrainischer Gefangener, die im Untersuchungsgefängnis SIZO-2 in Taganrog im Süden Russlands festgehalten worden sein sollen. Laut Bericht sei die Einrichtung zur Inhaftierung von Ukrainern umfunktioniert worden.

Viktor Biletskyi, ein ukrainischer Soldat, schilderte, wie sein Zellengenosse angeblich gezwungen worden sei, eine Gasmaske zu tragen, während er mit Elektroschocks misshandelt wurde.

„Sie setzten Danylo eine Gasmaske auf und versetzten ihm Elektroschocks, damit er schneller erstickt, aber sobald er begann, das Bewusstsein zu verlieren, nahmen sie die Gasmaske ab. Sie ließen ihn nicht sterben: Sie wollten, dass er leidet“, sagte er.

Weitere ehemalige Häftlinge, die von der Zeitung zitiert wurden, berichteten von Schlägen, dem Aufhängen in schmerzhaften Positionen und Elektroschocks.

Roman Wassiljewitsch Gorilyk, der im Mai 2024 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen wurde, soll schwer geschwächt und mit sichtbaren Verletzungen in die Ukraine zurückgekehrt sein.

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Diese Berichte konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Anhaltender Konflikt

Die Vorwürfe reihen sich in eine wachsende Liste gegenseitiger Anschuldigungen beider Seiten im Verlauf des Krieges ein.

Forderungen nach Rechenschaftspflicht und unabhängiger Überwachung halten an, während die Kämpfe andauern und Gefangenenaustausche zu den wenigen Bereichen zählen, in denen zwischen Kiew und Moskau noch verhandelt wird.

Quelle: Stellungnahmen der ukrainischen Regierung; Berichterstattung des Daily Express.

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