Die Ukraine hat neue Sanktionen gegen den belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko angekündigt und Minsk vorgeworfen, seine Unterstützung für Russlands Kriegsanstrengungen zu vertiefen.
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Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Kiew werde die Maßnahmen zur Bekämpfung dessen verstärken, was er als die Rolle Belarus’ bei der Unterstützung der russischen Aggression bezeichnete, berichtet PRM.ua.
Vorwürfe zur Drohnenunterstützung
In einer Stellungnahme sagte Selenskyj, Russland habe in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 ein Repeater-System in Belarus eingesetzt, um die Steuerung von Angriffsdrohnen zu unterstützen.
Seinen Angaben zufolge erweiterte das System Moskaus Fähigkeit, nördliche Regionen der Ukraine, darunter das Gebiet um Kiew und Wolhynien, ins Visier zu nehmen.
Er fügte hinzu, dass bestimmte Angriffe auf das ukrainische Energienetz und die Eisenbahninfrastruktur ohne Unterstützung aus Belarus nicht möglich gewesen wären.
Beteiligung der Industrie
Selenskyj behauptete, mehr als 3.000 belarussische Unternehmen beteiligten sich an Russlands Militäreinsatz, indem sie Ausrüstung, Maschinen und Komponenten lieferten, darunter auch Teile für die Raketenproduktion.
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Er verwies zudem auf den Ausbau von Infrastruktur in Belarus für die Stationierung des russischen Mittelstreckenraketensystems Oreschnik.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten hat Belarus sein Territorium für dieses System zur Verfügung gestellt und liefert weiterhin Komponenten und mechanische Teile im Zusammenhang mit der Waffe.
Breitere Bedrohung
Selenskyj warnte, die Zusammenarbeit zwischen Minsk und Moskau stelle nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Europa insgesamt ein Risiko dar.
Er erklärte, das Raketensystem Oreschnik habe in Belarus den Gefechtsdienst aufgenommen, und seine Stationierung stehe kurz vor dem Abschluss.
Ukrainische Behörden argumentieren, dass die Positionierung solcher Systeme in Belarus eine direkte Bedrohung für mehrere europäische Länder darstellen könnte.
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Kiew kündigte an, mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass neue Sanktionen gegen Lukaschenko weltweit größere Auswirkungen entfalten.
Quellen: PRM.ua