Russland und Indien sind seit Jahrzehnten durch enge militärische Beziehungen verbunden.
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Seit dem Kalten Krieg zählt Moskau zu den wichtigsten Waffenlieferanten Neu-Delhis.
Russische Panzer, Kampfflugzeuge und Luftverteidigungssysteme bilden das Rückgrat des indischen Arsenals.
In den vergangenen Jahren zeigte diese Beziehung jedoch Anzeichen von Spannungen.
Indien hat seine Waffenbeschaffung zunehmend diversifiziert und wendet sich verstärkt westlichen und inländischen Anbietern zu. Gleichzeitig passt das Land seine Energieimporte an und verringert damit die Abhängigkeit von verbilligtem russischem Öl.
Diese schrittweise Neuausrichtung hat in Moskau Fragen zur Zukunft einer der wichtigsten Verteidigungspartnerschaften aufgeworfen.
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Unterstützung bei der Produktion
Rosoboronexport erklärte, man sei bereit, Indien beim Start der Montage des T-90MS in bestehenden Werken zu unterstützen.
Laut United24 Media könnte die lokale Produktion von Komponenten und Munition die Umsetzung der Fertigungslinie beschleunigen.
Der Schritt fügt sich in die langfristige militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Neu-Delhi ein.
Bestehendes Abkommen
Im Jahr 2019 unterzeichnete Indien ein Abkommen im Wert von umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro zur Lizenzproduktion von 464 T-90MS-Panzern im Rahmen des Programms „Make in India“.
Die Vereinbarung galt als Teil der indischen Strategie, die heimische Rüstungsindustrie zu stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten zu verringern.
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Bislang hat die russische Seite über dieses Abkommen hinaus keine neuen Verträge angekündigt.
Fähigkeiten des Panzers
Der T-90MS wurde 2011 erstmals öffentlich als exportorientierte Weiterentwicklung der T-90-Familie vorgestellt.
Er ist mit einer 125-Millimeter-Glattrohrkanone ausgestattet, die gelenkte Raketen mit einer Reichweite von bis zu fünf Kilometern abfeuern kann. Das Modell verfügt zudem über Reaktivpanzerung und das Feuerleitsystem Kalina.
Angetrieben wird der Panzer von einem V-92S2F-Dieselmotor mit 1.130 PS. Die angegebene Reichweite liegt bei etwa 550 Kilometern, die Höchstgeschwindigkeit bei rund 70 km/h.
Die Besatzung besteht aus drei Personen. Ein automatisches Ladesystem soll die Überlebensfähigkeit erhöhen.
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Quellen: United24 Media, Rosoboronexport, WP