Startseite Welt Russlands Ex-Verbündeter wendet sich an USA, Moskau warnt vor Kollaps

Russlands Ex-Verbündeter wendet sich an USA, Moskau warnt vor Kollaps

Sergei Shoigu
Presidential Executive Office of Russia / Wiki Commons

Die Beziehungen zwischen Moskau und Jerewan sind in den vergangenen Monaten erneut unter Druck geraten.

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Russische Vertreter haben wiederholt vor dem gewarnt, was sie als abrupte politische Kurswechsel bezeichnen, die langjährige Vereinbarungen zwischen beiden Ländern gefährden könnten.

Warnung zur Eisenbahn

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, kritisierte Berichte, wonach Armenien Russland bei der Verwaltung des nationalen Eisenbahnnetzes ersetzen wolle, und bezeichnete diesen Schritt als unüberlegt.

Gegenüber TASS warnte Schoigu, dass die Auflösung des bestehenden Rahmens schwerwiegende Folgen haben könne.

„Ein System, das über fast zwei Jahrzehnte aufgebaut wurde, könnte praktisch über Nacht zusammenbrechen“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass externe Partner im Falle von Problemen keine Verantwortung übernehmen würden. „Natürlich werden keine ‘freundlichen Länder’ dafür die Verantwortung tragen. Ich hoffe, dass die armenische Führung bei verantwortungsvollen Entscheidungen ausschließlich im Interesse ihrer Bürger handelt“, erklärte Schoigu.

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Weitergehende Bedenken

Schoigu verband die Eisenbahnfrage mit der breiteren außenpolitischen Ausrichtung Armeniens, einschließlich einer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten im Nuklearbereich.

„Ich habe kürzlich die Pläne Armeniens kommentiert, mit den USA in Nuklearfragen zu kooperieren. Die Frage ist, ob solche schlecht durchdachten Entscheidungen nicht zu gefährlichen Experimenten führen, für die die einfachen armenischen Bürger bezahlen müssten“, sagte er.

Seine Äußerungen spiegeln Moskaus allgemeine Besorgnis über Armeniens zunehmende Annäherung an westliche Regierungen in Bereichen wider, die traditionell von Russland dominiert wurden.

Quelle: TASS

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