Zeitweise lag das Verhältnis bei beeindruckenden 27:1.
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Ende Januar 2026 zitierte The National Interest General Sir Roly Walker, den britischen Generalstabschef, mit der Aussage, dass das Tötungsverhältnis in der Ukraine 7 zu 1 zugunsten der Ukraine betrage.
Das bedeutet, dass auf einen gefallenen ukrainischen Soldaten sieben russische Soldaten kommen.
Laut der von der ukrainischen Regierung betriebenen Plattform United24Media schätzten britische Geheimdienste das Tötungsverhältnis in der Schlacht um Kupjansk zeitweise sogar auf 27:1.
Weder Russland noch die Ukraine legen offen, wie viele Verluste die jeweiligen Seiten erleiden, doch Analysten sind sich einig, dass die russische Seite deutlich höhere Verluste erleidet als die ukrainische.
Die jüngsten Schätzungen des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine beziffern die gesamten russischen Verluste im bald vier Jahre andauernden Krieg auf mehr als 1,25 Millionen Soldaten. Darin enthalten sind sowohl Gefallene als auch Verwundete.
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Die entscheidende Frage lautet daher: Kann Russland seine Verluste weiterhin ausgleichen?
Nicht, wenn man einfache Mathematik zugrunde legt.
Einberufungen vs. Verluste
Ende Dezember 2025 kam der ukrainische Geheimdienst zu der Einschätzung, dass Russland im Jahr 2025 insgesamt 403.000 Soldaten eingezogen habe.
Das entspricht monatlich 30.000–40.000 neuen Soldaten.
Die Ukraine hat öffentlich erklärt, sie wolle die Zahl der russischen Verluste im Jahr 2026 auf mehr als 50.000 pro Monat erhöhen – gegenüber dem derzeitigen Durchschnitt von 30.000–35.000.
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Sollte die Ukraine dieses Ziel erreichen, würden die russischen Verluste die Zahl der neu eingezogenen Soldaten deutlich übersteigen.
Risse im Narrativ des Kremls
Der Kreml verbreitet das Narrativ eines unausweichlichen russischen Sieges. Dies gilt als Strategie, um die Ukraine und den Westen bei einem möglichen Friedensabkommen zu Zugeständnissen zu bewegen.
Anfang Dezember 2025 kam das Institute for the Study of War jedoch zu dem Schluss, dass ein russischer Militärsieg in der Ukraine weder unausweichlich noch unmittelbar bevorstehend sei.
Bloomberg zitierte Mitte Januar westliche Vertreter mit der Aussage, die russischen Verluste überstiegen die Zahl der neu rekrutierten Soldaten – bei durchschnittlichen monatlichen Verlusten zwischen 30.000 und 35.000 Soldaten.
Sollte es der Ukraine tatsächlich gelingen, die russischen Verluste auf mehr als 50.000 Soldaten pro Monat zu erhöhen, könnte sich Putin in einer Lage wiederfinden, in der er eine umfassende Mobilmachung anordnen müsste, um die Verluste auszugleichen.
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Quellen: Institute for the Study of War, The National Interest, United24Media, Suspilne, Generalstab der Streitkräfte der Ukraine