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Wofür hat Putin 2,5 Billionen US-Dollar im Krieg ausgegeben – und was hat er für diese Investition bekommen?

Wofür hat Putin 2,5 Billionen US-Dollar im Krieg ausgegeben – und was hat er für diese Investition bekommen?
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Während der Krieg in der Ukraine in ein weiteres Jahr geht, wirft eine neue Analyse ein Licht auf die enormen wirtschaftlichen Belastungen, die mit Moskaus Feldzug verbunden sind.

Forscher und Verteidigungsanalysten sagen, dass die finanziellen Folgen inzwischen weit über das Schlachtfeld hinausreichen und Russlands Wirtschaft, Bevölkerung und langfristiges Wachstum betreffen.

Die Zahlen deuten auf Kosten hin, die sich nicht nur in Territorium oder militärischer Ausrüstung messen lassen, sondern in Billionen Dollar.

Der Preis der Menschenleben

In einem Meinungsbeitrag in Defense News vom 3. März schlüsseln der Forschungsstipendiat am Hoover Institution der Stanford University, David R. Henderson, und der außerordentliche Professor für Volkswirtschaftslehre an der Naval Postgraduate School, Ryan Sullivan, die Zahlen auf und verweisen zunächst auf einen Bericht des Center for Strategic and International Studies (CSIS) aus dem Januar.

Der Bericht schätzt, dass Russlands umfassende Invasion eine wirtschaftliche Belastung von etwa 2,5 Billionen US-Dollar verursacht hat.

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Von Henderson und Sullivan zitierte Zahlen deuten darauf hin, dass die Kosten inzwischen das jährliche Bruttoinlandsprodukt Russlands übersteigen, das bei etwa 2,2 Billionen US-Dollar liegt.

Unter Berufung auf Daten des CSIS schreiben Henderson und Sullivan, dass die russischen Verluste bis Januar 2026 etwa 325.000 Gefallene sowie 875.000 Verwundete oder Vermisste umfassen.

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Verluste zu messen, verweisen die Autoren auf Schätzungen auf Grundlage des Modells „Value of a Statistical Life“ (Wert eines statistischen Lebens). An die russischen Einkommensverhältnisse angepasst wird ein einzelnes Leben auf etwa 2,6 Millionen US-Dollar und eine schwere Verletzung auf rund 270.000 US-Dollar geschätzt.

Verluste an Humankapital

Auf Grundlage dieser zitierten Berechnungen belaufen sich die Verluste durch Todesfälle allein auf etwa 845 Milliarden US-Dollar an verlorenem Humankapital.

Werden schwere Verletzungen einbezogen, steigt der gesamte wirtschaftliche Verlust im Zusammenhang mit den Opfern laut dem Meinungsbeitrag in Defense News auf über 1 Billion US-Dollar.

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Der Meinungsartikel behandelt auch Verluste an militärischer Ausrüstung. Unter Berufung auf Daten des russischen Finanzministeriums zitieren Henderson und Sullivan Schätzungen, wonach etwa 12.000 Panzer, 24.000 gepanzerte Fahrzeuge und 400 Flugzeuge zerstört worden sind.

Defense News berichtet, dass sich der Gesamtwert der verlorenen Ausrüstung auf etwa 125 Milliarden US-Dollar beläuft.

Wachstum und Reserven

Auch die operativen Ausgaben sind gestiegen. Unter Berufung auf Zahlen der RAND Corporation schreiben Henderson und Sullivan, dass Treibstoff, Munition und Logistik seit Beginn des Krieges rund 149 Milliarden US-Dollar gekostet haben.

Der größte wirtschaftliche Schlag resultiert jedoch aus geringerem Wachstum. Unter Verweis auf Forschung der University of California, Berkeley, sagen die Autoren, dass sich Russlands kumulativer Verlust beim Bruttoinlandsprodukt seit 2022 auf etwa 1,124 Billionen US-Dollar beläuft.

Die Weltbank führt den Abschwung auf mehrere Faktoren zurück, darunter die Abwanderung von mehr als 650.000 Bürgern, rund 340 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen Auslandsvermögen sowie eine steigende Inflation von etwa 9,5 Prozent bei gleichzeitig hohen Zinssätzen von rund 20 Prozent.

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Territorium versus Preis

Henderson und Sullivan verglichen diese Verluste mit Russlands territorialen Gewinnen. Daten des Institute for the Study of War zufolge sind derzeit etwa 28.000 Quadratmeilen ukrainischen Territoriums besetzt.

Zum Vergleich: Diese Fläche entspricht etwa einem Zehntel von Texas.

„Die Eroberung eines Gebiets dieser Größe hat etwa 90 Millionen US-Dollar pro Quadratmeile an Blut und Geld gekostet“, schrieben Henderson und Sullivan in Defense News.

Die Forscher argumentieren, dass die finanzielle Last letztlich von der russischen Gesellschaft in Form sinkender Lebensstandards getragen wird, während die politische Führung den Krieg fortsetzt.

Quellen: Defense News, CSIS, RAND Corporation, University of California Berkeley, Weltbank, ISW

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