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Ein NASA-Raumschiff fällt bald zur Erde zurück

Ein NASA-Raumschiff fällt bald zur Erde zurück
Dima Zel/shutterstock.com

Ein ausgemustertes NASA-Raumschiff könnte bald unkontrolliert zur Erde zurückkehren – mehrere Jahre früher als Wissenschaftler ursprünglich erwartet hatten.

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Ein ausgemustertes NASA-Raumschiff könnte bald unkontrolliert zur Erde zurückkehren – mehrere Jahre früher als Wissenschaftler ursprünglich erwartet hatten.

Der Großteil des Fahrzeugs dürfte beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühen, doch einige Fragmente könnten überleben.

Laut AOL unter Berufung auf NASA-Erklärungen wiegt das Raumfahrzeug – Van Allen Probe A – etwa 600 Kilogramm und könnte innerhalb eines etwa 24-stündigen Zeitfensters um den vorhergesagten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eintreten.

Mission zur Untersuchung der Strahlungsumgebung der Erde

NASA startete die Van-Allen-Sonden im Jahr 2012, um energiereiche Teilchenregionen rund um die Erde zu untersuchen.

Diese Bereiche, bekannt als Van-Allen-Strahlungsgürtel, sind Zonen geladener Teilchen, die vom Magnetfeld der Erde eingefangen werden.

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Sie wirken als Schutzschicht gegen schädliche Sonnenstrahlung und andere energiereiche Teilchen aus dem All.

Die beiden Raumsonden sammelten mehrere Jahre lang Daten, bevor die Mission 2019 endete, nachdem ihnen der Treibstoff ausgegangen war.

Sonnenaktivität änderte den Zeitplan

Als die Mission endete, erwartete NASA, dass das Raumfahrzeug bis etwa 2034 im Orbit bleiben würde.

Doch erhöhte Sonnenaktivität im aktuellen Sonnenzyklus dehnte die obere Atmosphäre der Erde aus und erzeugte zusätzlichen Widerstand für Objekte im Orbit.

Dieser Effekt verlangsamte das Raumfahrzeug allmählich und zog es näher an die Erde.

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Laut AOL unter Berufung auf NASA-Angaben beschleunigte die stärker als erwartete Sonnenaktivität den Absturz des Raumfahrzeugs und verschob den Wiedereintritt um mehrere Jahre nach vorne.

Geringes, aber messbares Risiko

Der Großteil des Raumfahrzeugs wird beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen. Dennoch könnten einige Bauteile die extreme Hitze überstehen.

NASA schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass Trümmer eine Person verletzen, auf etwa 1 zu 4.200 – ein Risiko, das Experten weiterhin als relativ gering einstufen.

Wachsende Sorgen über Weltraumschrott

Die Missionsplaner entschieden bewusst, das Raumfahrzeug schließlich zur Erde zurückfallen zu lassen, anstatt es dauerhaft im Orbit zu belassen, wo es mit anderen Satelliten kollidieren könnte.

Weltraumschrott ist zu einem wachsenden Problem geworden, da die Zahl der Satelliten und Raketenstarts zunimmt.

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Tausende inaktive Raumfahrzeuge, Raketenstufen und Trümmerteile umkreisen bereits den Planeten.

Experten sagen, dass die Kontrolle über das Ende von Satellitenmissionen immer wichtiger wird, während die Aktivitäten im Weltraum zunehmen.

Quelle: AOL