Ein Rückblick auf einige der Songs, die dazu beitrugen, eines der einflussreichsten Jahrzehnte der Musik zu definieren. Die Auswahl spiegelt die große stilistische Bandbreite wider, die die Popmusik in dieser Zeit prägte.
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Nur wenige Jahrzehnte veränderten die Popmusik so grundlegend wie die 1980er-Jahre. Neue Aufnahmetechnologien, der Aufstieg von MTV und der kommerzielle Durchbruch des Hip-Hop veränderten, wie Künstler weltweit ihr Publikum erreichten.
Ein Video-Countdown von WatchMojo, der einflussreiche Songs aus dieser Zeit rangiert, hebt 30 Titel hervor, die diese Veränderungen widerspiegeln. Die Auswahl reicht von Arena-Rock über synthgetriebenen Pop bis hin zu politisch aufgeladenem Rap und zeigt, wie vielfältig der Sound des Jahrzehnts wurde.
Der MTV-Moment
Als MTV 1981 startete, wurden Musikvideos schnell zu einer wichtigen Kraft in der Branche. Besonders britische Bands profitierten von der globalen Reichweite des Senders während dessen, was Kritiker später als die „zweite britische Invasion“ bezeichneten.
Die norwegische Gruppe A-ha erlangte internationale Bekanntheit mit „Take On Me“, dessen innovatives animiertes Video zu einem der bekanntesten Clips des Senders wurde. Auch „Hungry Like the Wolf“ von Duran Duran lief häufig auf MTV und half der Band, in den Vereinigten Staaten den Durchbruch zu schaffen.
Auch Pop-Superstars nutzten das Format. David Bowies „Let’s Dance“, Madonnas „Like a Prayer“ und Whitney Houstons „I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me)“ wurden im Laufe des Jahrzehnts zu großen Charterfolgen. Houstons Hit von 1987 erreichte Platz eins der Billboard Hot 100 und erhielt später einen Grammy für die beste weibliche Pop-Gesangsdarbietung.
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Michael Jacksons „Billie Jean“ wurde zu einem weiteren Meilenstein der MTV-Ära. Sein Auftritt mit dem Song in der Fernsehsendung Motown 25 im Jahr 1983 machte den Moonwalk Millionen von Zuschauern bekannt und festigte seinen Platz in der Popkultur. Der WatchMojo-Countdown bezeichnet den Titel als einen der bekanntesten Songs des Jahrzehnts.
Rock- und Pop-Power
Während der gesamten 1980er-Jahre dominierten Arena-Rock und aufwendig produzierte Popmusik Radio und Plattenverkäufe.
Van Halens „Jump“, veröffentlicht 1984, erreichte Platz eins der Billboard Hot 100 und markierte eine stärkere Hinwendung zu Synthesizern im Mainstream-Rock. Lionel Richies „All Night Long (All Night)“ verband Pop mit karibischen Rhythmen und wurde zu einem der prägendsten Hits seiner Solokarriere.
Dem Video zufolge prägten Hymnen wie „Livin’ on a Prayer“ von Bon Jovi, „Don’t Stop Believin’“ von Journey und „Back in Black“ von AC/DC die Stadionrock-Atmosphäre dieser Zeit.
Auch Balladen spielten eine wichtige Rolle. „Time After Time“ von Cyndi Lauper, „In Your Eyes“ von Peter Gabriel und „With or Without You“ von U2 zeigten, wie emotionales Songwriting ein breites Publikum erreichen konnte.
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Gleichzeitig spiegelten Künstler wie Sade mit „The Sweetest Taboo“, Eurythmics mit „Sweet Dreams (Are Made of This)“ und Toto mit „Africa“ den wachsenden Einfluss von Synthesizern und Studioexperimenten in der Popproduktion wider.
Neue Sounds entstehen
Gegen Ende der 1980er-Jahre drangen neue Stilrichtungen in den Mainstream vor. Guns N’ Roses verliehen dem Rock mit „Welcome to the Jungle“ eine härtere Note, während Ozzy Osbournes „Crazy Train“ dazu beitrug, den Sound des frühen Heavy Metal der 1980er-Jahre zu definieren.
Experimentellere Ansätze zeigten sich auch in Songs wie „Once in a Lifetime“ von Talking Heads und „Running Up That Hill (A Deal With God)“ von Kate Bush. Beide Stücke verbanden ungewöhnliche Strukturen mit elektronischen Klangtexturen.
Hip-Hop entwickelte sich derweil zu einer immer stärkeren kulturellen Kraft. „Straight Outta Compton“ von N.W.A. brachte vielen Hörern den Westcoast-Rap näher, während Public Enemys „Fight the Power“, geschrieben für Spike Lees Film Do the Right Thing aus dem Jahr 1989, eng mit politischem Aktivismus in der Musik verbunden wurde.
Der Video-Countdown verweist außerdem auf weitere einflussreiche Rock- und Popaufnahmen aus dieser Zeit. Dazu zählen „Free Fallin’“ von Tom Petty, „Born in the U.S.A.“ von Bruce Springsteen und „In the Air Tonight“ von Phil Collins.
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„Purple Rain“ von Prince, „Just Like Heaven“ von The Cure sowie die Zusammenarbeit von Queen und David Bowie bei „Under Pressure“ zeigen ebenfalls die Bandbreite der Sounds, die das Jahrzehnt prägten.
Viele dieser Songs fanden später durch Filme, Fernsehen und soziale Medien ein neues Publikum. Zusammen verdeutlichen die ausgewählten Titel, wie die 1980er-Jahre neue Technologien mit traditionellem Songwriting verbanden – auf eine Weise, die die Popmusik bis heute beeinflusst.
Vier Jahrzehnte später gehören diese Aufnahmen weiterhin zu festen Bestandteilen von Streaming-Playlists, Filmsoundtracks und Konzert-Setlists – eine Erinnerung daran, wie tiefgreifend die 1980er-Jahre die moderne Popmusik verändert haben.
Quelle: WatchMojo-Video auf YouTube