Die Kämpfe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran breiten sich über die beiden Länder hinaus aus und betreffen zunehmend den gesamten Nahen Osten. Raketenangriffe, Drohnen und Drohungen gegen wichtige Ölrouten schüren die Sorge, dass sich der Krieg weiter ausweiten könnte. Militärbasen, Energieinfrastruktur und Schifffahrtsrouten sind mit zunehmender Intensität der Gefechte zu Zielen geworden.
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Der Konflikt begann am 28. Februar, als die Vereinigten Staaten und Israel koordinierte Angriffe auf iranische Ziele starteten. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf amerikanische Stützpunkte und verbündete Infrastruktur rund um den Persischen Golf.
Zu den Zielen gehörten amerikanische Einrichtungen in Bahrain, Katar und im Irak, was die regionale Reichweite des Konflikts verdeutlicht. Einige Angriffe trafen auch Gebiete in der Nähe amerikanischer Stützpunkte, darunter nahe gelegene Hotels und zivile Einrichtungen.
Laut Digi24 haben die Angriffe auch die regionale Energieinfrastruktur und kommerzielle Schifffahrtsrouten beeinträchtigt. Einige Reedereien haben begonnen, Schiffe aus Sicherheitsgründen aus Teilen des Persischen Golfs umzuleiten.
Eine Analyse der Nachrichtenagentur Agence France-Presse, auf die sich das rumänische Medium beruft, zeigt, dass seit Beginn des Krieges mehr als 25 Angriffe auf US-Streitkräfte oder Einrichtungen gerichtet waren. Fast 30 weitere Angriffe zielten auf Energieinfrastruktur in mehreren Golfstaaten.
Verletztenzahlen werden bekannt
Während die Kämpfe in der Region andauern, werden neue Details über die Auswirkungen auf die US-Streitkräfte bekannt.
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Zwei mit der Situation vertraute Personen erklärten gegenüber Reuters, dass die Zahl der verletzten US-Soldaten in den ersten zehn Tagen des Konflikts etwa 150 erreichen könnte.
Nach dem Bericht teilte das Pentagon mit, dass rund 140 Soldaten bei anhaltenden iranischen Angriffen auf amerikanische Positionen in der Region verletzt worden seien.
Der Pentagon-Sprecher Sean Parnell sagte:
„Seit Beginn der Operation Epic Fury sind innerhalb von zehn Tagen anhaltender Angriffe etwa 140 US-Soldaten verletzt worden.“
Operation Epic Fury ist die Bezeichnung des Pentagons für die laufende US-Militäroperation, die auf iranische Raketensysteme und militärische Infrastruktur abzielt.
Die meisten Verletzungen seien geringfügig gewesen, erklärten US-Vertreter. 108 verletzte Soldaten seien bereits wieder in den Dienst zurückgekehrt. Acht Soldaten seien weiterhin schwer verletzt und erhielten eine fortgeschrittene medizinische Behandlung.
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Reuters berichtet, dass das Pentagon zuvor im Verlauf des Krieges lediglich acht schwer verletzte Soldaten bestätigt hatte, ohne umfassendere Angaben zu den Gesamtzahlen der Verletzten zu machen.
Militärische Lage
US-Vertreter erklären, dass die Intensität der iranischen Angriffe in den vergangenen Tagen etwas nachgelassen habe, während amerikanische Streitkräfte Raketenabschussanlagen und Waffenlager innerhalb des Iran angreifen.
Nach Angaben des Pentagons haben diese Angriffe die Fähigkeit Irans verringert, große Mengen an Raketen und Drohnen zu starten. Dennoch dauern die Angriffe an.
Auch die Straße von Hormus ist zu einem weiteren Brennpunkt geworden. Sie ist ein entscheidender Engpass für den weltweiten Öltransport.
General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, erklärte, der Konflikt entwickle sich weitgehend so, wie es die militärischen Planer erwartet hätten.
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„Ich denke, sie kämpfen, und ich respektiere das, aber ich glaube nicht, dass sie stärker sind, als wir erwartet hatten.“
Die Kämpfe setzten sich in dieser Woche in mehreren Teilen der Region fort, während beide Seiten den militärischen Druck aufrechterhalten und diplomatische Kanäle weiterhin begrenzt bleiben.
Quellen: Reuters, Digi24