Die Beziehungen zwischen Russland und Iran sind in den vergangenen Jahren stetig enger geworden.
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Neue Behauptungen aus einer kremlnahen Publikation legen nun nahe, dass Russland Irans obersten Führer möglicherweise vor der Gefahr gewarnt hat, der er vor dem Angriff ausgesetzt war, bei dem er letztlich getötet wurde.
Warnung aus Moskau
Der russische Geheimdienst soll Ajatollah Ali Chamenei gewarnt haben, dass die Vereinigten Staaten einen Angriff auf ihn planten, heißt es in einer umstrittenen Darstellung in der Zeitschrift Russia in Global Politics, die von Express zitiert wird.
Der italienische Politikwissenschaftler Igor Pellicciari schrieb, der iranische Führer habe die Gefahr gekannt, sich jedoch entschieden, Teheran nicht zu verlassen.
„Der iranische Führer entschied sich, sich nicht zu verstecken, obwohl der russische Geheimdienst ihn davor gewarnt hatte, dass die Entscheidung zu einem Angriff bereits im Dezember 2025 von den Amerikanern getroffen worden war“, schrieb Pellicciari.
Die Publikation gilt als kremlnah, und im Redaktionsbeirat sitzen unter anderem der russische Außenminister Sergej Lawrow und der Präsidentenberater Juri Uschakow.
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Behauptung eines bewussten Martyriums
Dem Bericht zufolge könnte Chamenei bewusst ungeschützt geblieben sein, um das zu akzeptieren, was seine Anhänger als Märtyrertod ansehen würden.
„Angesichts seines hohen Alters [86], seines schlechten Gesundheitszustands und der Existenz eines ausgewählten Nachfolgers verwandelte Chamenei seine Verwundbarkeit bewusst in einen Akt politischen und religiösen Martyriums“, heißt es in dem Artikel.
Die Analyse behauptet, eine solche Entscheidung könnte den Konflikt in eine breitere symbolische Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und der schiitischen Welt verwandeln.
Pellicciari argumentierte, dass die Tötung letztlich die interne Einheit im Iran gestärkt habe, anstatt das Regime zu schwächen.
Neuer Führer unter Druck
Chamenei wurde am 28. Februar 2026 bei einem Luftangriff getötet, der vermutlich von Israel ausgeführt wurde.
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Wenige Tage später ernannte die iranische Expertenversammlung seinen Sohn Mojtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer des Landes. Damit kam es erstmals in der Geschichte der Islamischen Republik zu einer dynastischen Nachfolge.
Es kursieren auch Berichte, wonach Mojtaba Chamenei bei demselben Angriff verletzt worden sein könnte und möglicherweise ein Bein verloren hat, doch diese Angaben sind bislang nicht bestätigt.
Unruhe im Inneren Irans
Trotz Versuchen, Stabilität zu demonstrieren, steht das Land unter wachsendem innenpolitischem Druck.
In mehreren iranischen Städten sollen große Proteste ausgebrochen sein, während Infrastruktur durch anhaltende Angriffe der USA und Israels beschädigt wurde.
Die Unsicherheit wurde zusätzlich dadurch verstärkt, dass Mojtba Chamenei seit seiner Ernennung nicht mehr öffentlich aufgetreten ist.
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Quellen: Daily Express, Russia in Global Politics, AFP, Anadolu Agency