Rumänien zufolge waren 21 russische Drohnen auf dem Weg in Richtung seines Territoriums während eines massiven Angriffs auf die Südukraine — ein Zeichen dafür, wie nah der Krieg an die NATO-Grenzen rückt.
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Das rumänische Verteidigungsministerium teilte mit, dass 21 russische Drohnen während eines groß angelegten nächtlichen Angriffs auf die Südukraine in Richtung rumänisches Territorium unterwegs waren — was neue Sorgen an der NATO-Ostflanke auslöst.
Obwohl keine der Drohnen in den rumänischen Luftraum eindrang, warnen Behörden, dass solche nahen Vorfälle zunehmend schwerer zu verfolgen — und gefährlicher — werden.
Drohnen nähern sich der rumänischen Grenze
Rumäniens Verteidigungsminister Radu Miruță erklärte, dass Radarsysteme 21 Drohnen registrierten, die sich während des Angriffs auf Rumänien zubewegten.
Trotz ihrer Flugbahn drang keine in den nationalen Luftraum ein.
„Die Situation stellte keinen Eindringen in den rumänischen Luftraum dar“, sagte Miruță und fügte hinzu, dass Drohnen manchmal durch sehr schmale Zonen fliegen können, die in Echtzeit schwer zu erfassen sind.
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Er betonte zudem, dass das Abfangen von Drohnen in der Nähe von Wohngebieten Risiken birgt, da deren Zerstörung Explosionen über zivilen Häusern verursachen könnte.
Massiver Angriff auf die Südukraine
Der Vorfall ereignete sich, als Russland einen groß angelegten Drohnenangriff auf die Südukraine startete, insbesondere auf die Region Odesa.
Lokale Behörden berichteten von Schäden an Industrie-, Hafen- und Energieinfrastruktur sowie von Bränden und Stromausfällen in mehreren Städten.
Der Bürgermeister von Ismajil — einer wichtigen ukrainischen Hafenstadt an der Donau nahe der rumänischen Grenze — bestätigte einen „massiven“ Drohnenangriff, der sowohl Infrastruktur als auch Wohngebäude beschädigte.
Hunderte Drohnen über Nacht gestartet
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe startete Russland in der Nacht 178 Drohnen, darunter etwa 110 Shahed-Drohnen.
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Die ukrainische Luftabwehr fing 154 davon ab, doch 22 trafen Ziele an 12 Orten und verursachten erhebliche Schäden.
In der Region Saporischschja wurden Verletzte und schwere Schäden an einem Logistikterminal gemeldet, was das Ausmaß des Angriffs unterstreicht.
Der Krieg rückt näher an NATO-Gebiet
Der Vorfall zeigt, wie nahe der Krieg inzwischen an die NATO-Grenzen heranrückt, insbesondere entlang der Donau.
Auch wenn rumänisches Territorium nicht verletzt wurde, erhöhen wiederholte Beinahe-Zwischenfälle den Druck auf die Grenzverteidigung und das Risiko einer Eskalation.
Die Behörden prüfen weiterhin mögliche Reaktionen, während sich die Drohnenangriffe nahe der Grenze verstärken.
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Quellen: Ziare.com, Ukrainische Luftwaffe, Rumänisches Verteidigungsministerium